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Review: Thees Uhlmann – Thees Uhlmann

Über kaum eine deutschsprachige Platte wurde in letzter Zeit so ausgiebig diskutiert, gelästert und geredet. Dabei handelt es sich bei dem Solodebut von Thees Uhlmann nur um eine logische Konsequenz aus seiner Arbeit mit seiner Hauptband Tomte. Bei dem letzten Album Heureka merkte man schon, die Jacke des Bandmusikers wird dem Wahl-Hamburger langsam zu klein. Es braucht frischen Wind – ein Soloalbum.

Dieses erscheint nun endlich über das hauseigene Label Grand Hotel Van Cleef. Was sofort ins Auge fällt, ist das Cover. Ist ein deutscher Bruce Springsteen geboren, der Hymnen à la Born in the USA von sich gibt? Nein, zum Glück ist es dazu nicht gekommen. Teilweise klingt es zwar unter anderem bei Lat: 53.7 Lon: 9.11667 an, jedoch bleibt alles im Rahmen.

Das Hymnen-Schreiben macht Uhlmann jedoch nach wie vor sichtlich Spaß. So explodiert der Opener Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf förmlich vor Spieltrieb. Auch das wunderschöne & Jay-Z singt uns ein Lied mit Casper versprüht seinen ganz eigenen energischen Charme.

Leider zeigen sich nach ein paar Hördurchlaufen einige Abnutzungserscheinungen, was wahrscheinlich daran liegt, dass Uhlmann auf jedem Track gleich klingt. Einzige Ausnahme hierbei ist die klischeebelastete Ode an Paris, Paris im Herbst. Das gesammte Album strömt trotzdem – auch nach mehrmaligem Hören – einfach gute Laune aus und beweist damit, dass es die Diskussion wert war. Ein gutes deutsches Album, nicht mehr, nicht weniger.

1. Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf
2. Die Nacht war kurz (ich stehe früh auf)
3. & Jay-Z singt uns ein Lied
4. 17 Worte
5. Die Toten auf dem Rücksitz
6. Sommer in der Stadt
7. Römer am Ende Roms
8. Das Mädchen von Kasse 2
9. Lat: 53.7 Lon: 9.11667
10. Paris im Herbst
11. Vom Delta bis zur Quelle

Zolin sagt: 7 von 10

Mixtape #9: RAVE ≠ RAVE

Das zweite Mixtape diese Woche. Dieses Mal müssen jedoch ein paar mehr Wörter über diese besondere Ausgabe nicht verloren, sondern gewonnen werden. Denn Julien von Der Impuls hatte mal wieder eine wunderbare Idee. Einen Mixtape Austausch zwischen Musikbloggern.

Dabei hatte ich viel Glück. Denn das Los entschied, dass Martin von dem frisch umbenannten Blog RAVE ≠ RAVE mir sein Mixtape schicken durfte. Die Songs auf dem Mixtape sind eine wunderbare Mischung aus deutschen Klassikern, wie Korn & Sprite von Tomte und gute Laune Songs, wie El Guinchos Bombay.

Besonders positiv zu erwähnen ist die Emmotionskurve, die einen von den beschwingten Songs vom Anfang, bis zum melancholischen Ende tragen. Hinzu kommt noch das wunderbare Cover, welches dieses Mixtape zu einer besseren CD macht, als 70 % aller restlichen Veröffentlichungen.

Da ich euch das wunderbare Artwork nicht vorenthalten will, müsst ihr diesesmal die Songs alle selber bei YouTube suchen. Für dieses Meisterwerk ein annehmbarer Preis.