Kategorie-Archiv: Ok Kid

Mixtape #39: 2013

Die besten Tracks des Jahres in einem Mix und in keiner qualitativen Chronologie.

1. Jay-Z & Rick Ross – F*ckwithmeyouknowigotit
2. Kelela – Bank Head
3. Moderat – Bad Kingdom
4. Disclosure – You & Me (Flume Remix)
5. Blood Orange & Despot – Clipped On
6. Ok Kid – Verschwende Mich
7. Major Lazer – Watch Out For This (Bumaye)
8. Kanye West – New Slaves
9. DCVDNS feat. Celo & Abdi – Frankfurter Zoo
10. Mount Kimbie & King Krule – You Took Your Time
11. Drake – Hold On, We’re Going Home
12. Bilderbuch – Maschin
13. Mount Kimbie – Made To Stray
14. Autre Ne Veut – Counting
15. Lorde – Royals
16. Arctic Monkeys – R U Mine?
17. Slava – Werk
18. Machinedrum – Gunshotta
19. Tirzah – I’m Not Dancing
20. Earl Sweatshirt & Tyler The Creator – Whoa
21. Pusha T – Numbers On The Boards
22. Prodigy & Alchemist – Bible Paper
23. Dexter – Pictures
24. Haftbefehl & Veysel – Blockparty
25. Kanye West – Bound 2
26. Bilderbuch – Feinste Seide
27. DJ Koze & Apparat – Nices Wölkchen
28. Jessy Lanza – Against The Wall
29. Devendra Banhart – Your Fine Petting Duck
30. Drake – The Motion
31. DJ Koze & Dirk von Lowtzow – Das Wort

Mixtape #39: 2013 by Zolinsagt on Mixcloud

Review-Runde: Born Ruffians, COMA, Kid Cudi, OK Kid

Seit ein paar Wochen ist Zolin wieder voll im Verzug, den ganzen Plattenveröffentlichungen der letzten Wochen gerecht zu werden. Also ist’s wieder an der Zeit für ein Review-Ründchen, dieses Mal besonders Kiddielastig mit Kid Cudi und OK Kid. Hinzu kommen noch die frisch von Warp befreiten Born Ruffians und Kompakts große Hoffnung COMA.

Born Ruffians – Birthmarks

Born Ruffians waren, genauso wie Maximo Park, immer eine der wenigen Bands bei Warp, die irgendwie nicht so ganz in das durch Veröffentlichungen von Aphex Twin, Autechre, Flying Lotus oder Boards of Canada geschaffene Bild des wohl besten Elektronik Labels passten. Doch auch genauso wie Maximo Park gehören Born Ruffians nicht länger zum Rooster von Warp, sondern wechselten kurzerhand zu Yep Roc., der Heimat von Bands wie Gang of Four oder Fuijiya & Miyagi. Ihr drittes Album Birthmarks ist nun damit gleichzeitig ihre erste Veröffentlichung bei einem Label, zu dem Born Ruffians musikalisch viel besser passen. Das merkt man Birthmarks auch ansatzweise an, das Album scheint nämlich eine stärkere Zufriedenheit auszustrahlen, die auch direkt weiter an den Hörer gegeben wird. Viel Substanz hat Birthmarks zwar nicht, aber zumindest bekommt man beim Hören gute Laune! Das ist ja nach persönlichem Gemüt mindestens genauso wichtig.

Zolin sagt: 6 von 10

COMA – In Technicolor

Seit gefühlten Jahren hat der Kölner Edel-Technoverein Kompakt nun schon das Debut des Eigengewächses COMA als das neue große Ding auf dem Label angekündigt, welches endlich den Spagat zwischen Pop und Techno schaffen soll. Doch wie schlagen sich COMA dabei? Gelingt ihnen das Kunststück oder ziehen sie sich einen mehrfachen Bänderriss zu? Am besten sollte man zunächst gar nicht erwarten, dass man sofort von COMAs Künsten umgehauen wird, sondern sollte sich erstmal gemeinsam mit In Technicolor aufwärmen und dehnen. Dann kann man auch endlich die feinen Nuancen des grandiosen Les Dilettantes oder des schon länger veröffentlichten My Orbit zu schätzen wissen. Im direkten Vergleich zum Meisterturner John Talabot fallen COMA jedoch ab, aber Gold kann es ja auch nur für einen geben. Eine Silber Medallie für Coma ist ja auch nicht allzu schlecht!

Zolin sagt: 7 von 10

Kid Cudi – Indicud

Nach seinem grandiosen Debut Mixtape und zwei Konzeptalben über/als der Man On The Moon, ist Kid Cudi nun gelandet und veröffentlicht Indicud, sein erstes Album, welches keinem engeren Konzept folgt. Neben der freieren textlichen Ausschmückung hat das besonders auch Einfluss auf den Grundcharakter des Albums, der nun wesentlich positiver und optimistischer, dafür aber auch flacher ist. Die dazugehörige Musik ist wohl daher wesentlich zugänglicher und in Konsequenz auch poppiger, dafür aber nicht einfallslos. Die Vorabsingle Immortal sampled beispielsweise MGMTs Congratulations. Gut, dass scheint noch nicht so besonders. Besonders hingegen ist, dass dieses Sample rückwärts abläuft. Die Gästeliste hingegen präsentiert sich wenig überraschend: obligatorische Indie Beiträge von dem mittlerweile bei Fleet Foxes ausgestiegenen Joshua Tillman, aka. Father John Misty und BBCs Sound Of 2013 Gewinnern Haim, sowie dem momentan auf allen Rapalben vorkommenden Kendrick Lamar, A$AP Rocky und RZA. Trotzdem gelingt Kid Cudi ein gutes kommerzielles HipHop Album. Man On The Moon 3 kann dann aber trotzdem bald mal kommen.

Zolin sagt: 7 von 10

OK Kid – OK Kid

OK Kid möchte man gerne offiziell den Preis für den wacksten Bandnamen aller Zeiten verleihen. Die drei Gießener dachten sich nämlich, dass sie die Namen von Radioheads überbewertetstem Albums OK Computer und ihres besten Albums Kid A miteinander verbinden, um sich sogar im Bandnamen vor dem Schaffen einer Band zu verneigen. Naja, dafür gibt’s sicherlich angemessenere Wege. Aber hier soll’s ja um die Musik gehen und die ist glücklicherweise nicht allzu sehr von dem Schaffen Anderer geprägt. Zwar fühlt man sich ab und zu an den Labelkollegen Casper erinnert, aber duch OK Kids grandiosen Produzenten Robot Koch wird immer wieder dafür gesorgt, dass der Sound zwischen Dubstep und Kraftklub stets eigen bleibt. Zusätzlich sind die Texte von OK Kid grundsolide und sorgen immerhin nicht für Fremdscham, wie bei den bereits erwähnten Kraftklub. Und so ist es fast eine Überraschung, dass OK Kid glücklicherweise wesentlich besser sind als ihr Name.

Zolin sagt: 6 von 10