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Mixtape #11: Love at second sight

Foto von Kurt Heuvens

Zuerst verbannt, dann geliebt: Manche Dinge wurden nicht gemacht um ihnen sofort zu verfallen.

1. Dredg – Ode to the Sun
2. El Guincho – Fata Morgana
3. The Mars Volta – Wax Simulacra
4. The Dead Weather – I Cut Like A Buffalo
5. Modest Mouse – Dashboard
6. Against Me! – Bamboo Bones
7. Red Hot Chili Peppers – Scar Tissue
8. DJ Shadow – Changeling
9. LCD Soundsystem – All My Friends
10. Simian Mobile Disco – Hustler
11. Beastie Boys – No Sleep ‚Til Brooklyn
12. Jay-Z – Oh My God
13. Kanye West – Monster

Review: Dredg – Chuckles And Mr. Squeezy

Die Frustration war groß, als erste Infos über Chuckles And Mr. Squeezy veröffentlicht wurden. Das lang erwartete fünfte Studioalbum sollte von dem Hip Hop Produzenten Dan The Automator produziert werden. Das wäre nicht das Problem, schließlich hat er ja schon ausgezeichnete Arbeit für Kasabian, Gorillaz oder seinem Eigenwerk Handsome Boy Modeling School geleistet. Kritisch wurde es erst, als einige Hörproben preisgegeben wurden. Texte, Sound und Songstruktur auf dem Niveau einer Stefan Raab Produktion, allerdings mit weniger live eingespielten Instrumenten.
Hysterie brach los. Sind das wirklich Dredg? Der traurige Verdacht bestätigte sich dann, als man zum ersten Mal das Album komplett hörte. Ja, das sind sie und sie meinen es verdammt ernst. Bei so einem Album sollte man allen Beteiligten Größenwahn vorwerfen lassen. Aus dem Drang, etwas noch Besseres und Innovativeres zu schaffen,  wurde nur Einschlaf-Musik à la 30 Seconds To Mars.
Jedoch sollte man auch relativieren. Chuckles And Mr. Squeezy hat durchaus Momente, wo die eigentliche Brillianz von Dredg aufblitzt. The Tent ist eine typische Dan The Automator Produktion, irgendwo zwischen Trip Hop und seinem Handsome Boy Modeling School Projekt, die von Gavin Hayes wunderbaren Gesang getragen wird. Bei Kalathat erreicht das Album seinen emotionalen Höhepunkt.
Wenn mehr solche Songs vorhanden wären und man sich auf die eigentlichen Stärken berufen hätte, wäre es wahrscheinlich zu einem besseren Ergebnis gekommen. Es bleibt nur zu hoffen, dass alle Beteiligten aus dieser, zum Glück nur halben Katastrophe, ihre Schlüsse ziehen und sich von der Idee entfernen, Radiomusik zu machen. Dass man auch Radiomusik machen kann, die nicht als solche gedacht war, haben sie selber bei Information erfahren. Um mit den Worten von Sun Goes Down abzuschließen: „Oh No!“

1. Another tribe
2. Upon returning
3. The tent
4. Somebody is laughing
5. Down without a fight
6. The ornament
7. The thought of losing you
8. Kalathat
9. Sun goes down
10. Where I’ll end up
11. Before it began

Zolin sagt: 4 von 10