Archiv der Kategorie: Die Bestesten

Videos der Woche: Audio88 & Yassin – Quadratur des Dreiecks (Dexter Remix) / Bonobo – Cirrus

Diese Woche gibt es mal wieder zwei Videos der Woche. Das erste Video ist die Visualisierung zu Dexters Remix von Audio88 & Yassins Quadratur des Dreiecks, mittlerweile schon das dritte deutsche HipHop Video der Woche und erinnert durch die dreieckig eingerahmten Audio88 und Yassin sehr an das Seven Nation Army Video von The White Stripes, nur ungefähr quadriert so dope.

Das andere Video der Woche kommt von Bonobo, der ENDLICH mal wieder ein neues Album veröffentlicht und dazu ohne Vorwarnung den sehr an Four Tet erinnernden Song Cirrus inklusive eines sehr ansehnlichen Videos rausgehauen hat. Außerdem wurde mit dem 29. März schon ein Release Datum angekündigt. Da gibt’s für dieses Jahr mal wieder ein Album, auf das man sich freuen kann!

Video der Woche: Hiob – 96

Hiob ist schon ein dufter Typ und vor allem einer, der nie die Aufmerksamkeit genoss, die ihm nach zwei so fantastischen Soloalben wie Fragmente und Drama Konkret und seinen Alben mit Morlockk Dilemma zusteht. Immerhin erfolgte durch den Rerelease seines Debuts Fragmente und der dazugehörigen Videoauskopplung 96 so etwas wie eine längst überfällige Würdigung seiner früheren Arbeit.

Das Rerelease ist natürlich ohne Diskussion ein Glanzstück. Das großartige an dem Video zu 96 ist, dass diese Würdigung nichtmals nur materiell erfolgt, sondern das Ganze noch sehr gut in das Videoformat transportiert. Dabei sind dann Leute wie die Bestesten Audio88, Yassin und Ecke Prenz oder Wegbegleiter wie Pilskills. Alles in allem ein grandioses Video und das, was Hiob schon immer zustand.

Mixtape #37: 2012

Die besten Tracks des Jahres.

1. Die Bestesten – Ein Job Für die Bestesten
2. Frank Ocean – Lost
3. Major Lazer – Get Free
4. Kindness – That’s Alright
5. Burial – Loner
6. Lana Del Rey – Born To Die
7. Mikky Ekko – Pull Me Down (Ryan Hemsworth Remix)
8. EL-P – The Jig Is Up
9. Fun. – Some Nights
10. Die Türen – Pop ist Tot
11. Ashes Of Pompeii – The Bells Of Old Dunwich
12. Rudi Zygadlo – Catharine
13. Black Moth Super Rainbow – Windshield Smasher
14. Andy Stott – Numb
15. Die Orsons – Horst & Monika
16. Kindness – House
17. Tame Impala – Elephant

Mixtape #37: 2012

Die besten Tracks des Jahres.

1. Die Bestesten – Ein Job Für die Bestesten
2. Frank Ocean – Lost
3. Major Lazer – Get Free
4. Kindness – That’s Alright
5. Burial – Loner
6. Lana Del Rey – Born To Die
7. Mikky Ekko – Pull Me Down (Ryan Hemsworth Remix)
8. EL-P – The Jig Is Up
9. Fun. – Some Nights
10. Die Türen – Pop ist Tot
11. Ashes Of Pompeii – The Bells Of Old Dunwich
12. Rudi Zygadlo – Catharine
13. Black Moth Super Rainbow – Windshield Smasher
14. Andy Stott – Numb
15. Die Orsons – Horst & Monika
16. Kindness – House
17. Tame Impala – Elephant

Bienen des Jahres 2012

Es ist Zeit, liebe Freunde der Blüten. Zeit für die Bienen des Jahres. Ob dieses Jahr für den Bienenjäger mehr Stoff, aus dem der Honig ist, zu finden war oder weniger als in den letzten Jahren, vermag er nicht zu beurteilen. Eigentlich findet er, dass jedes Jahr wertvolle Blüten wachsen, und es genug fleißige Bienen gibt. Die Bienen des Jahres werden wir in einzelnen Momenten streifen. Stilistisch gibt es keine Grenzen; Gutes findet seinen Weg hierhin, nichts anderes. Freut euch also auf eine Art Geisterbahnfahrt, nur ohne Geister, mit den Bestesten, Radiohead, Balam Acab, Ariel Pink’s Haunted Graffiti, Hans Unstern, DAF, Beak> und Meshuggah.

Die Bestesten am 10. August im Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln
Wie bei ihren Releases machen Audio88, Yassin, Morlockk Dilemma, Hiob, V.Raeter und DJ Breaque alles richtig. Dope Raps, begnadete Boom Bap Beats und Texte, die zwischen überspitzt-comichaftem Sexismus und Menschenhass oszillieren, über andere lachen wie über sich selbst und die ganze Tragik einer Plattenbausiedlung auf den Punkt bringen. Wer das ernst nimmt und linke Kritik übt, hat gar nichts verstanden. Kurioses Randereignis: Nach vermutlich zu vielen Joints möchte einer dem Stagediving frönen, springt und landet ungebremst auf dem Boden. Die Bestesten bekommen das nicht mit. Sie machen unbeirrt weiter. Nächstes Mal erscheinen bitte mehr Menschen, dann muss auch niemand stürzen. Es lohnt sich!

Radiohead am 29. September in der Wulheide, Berlin und am 15. Oktober in der Lanxess Arena, Köln
Ein trauriges Ereignis führte zu der Verschiebung der beiden Konzerte in Berlin. Vor einem Konzert in Kanada stürzte das Dach ein, ein Schlagzeugtechniker starb und Teile der Lichtshow wurden zerstört. Grund genug daran zu zweifeln, dass Radiohead wieder zauberten. Es kam natürlich anders. Vor einer irisierierenden Lichttektonik spielten sie ihre depressiven Hymnen, die von einzelnen, sonnigen Augenblicken immer wieder aufgehellt werden. Eine der wenigen Bands ihrer Ära, die immer noch auf hohem Niveau Experimentelles mit Pop paaren und so die Hallen füllen. Verdient.

Balam Acab am 18. Oktober im Salon des Amateurs, Düsseldorf
Balam Acab spielte ein verträumtes Set. Mit dem Charme eines vermutlich ewig jugendlich Aussehenden beugte er sich über diverse Gerätschaften und ließ sonst nur Bilder und Musik sprechen. Im kleinen Salon des Amateurs standen viele starr, andere ließen sich auf die entspannten, meditativen Klängen ein und ließen ihre Sinne von den Naturaufnahmen im Hintergrund vernebeln. Als er nach einer Stunde wieder abbaute, ging der Bienenjäger zu ihm und sagte: „Hey. Nice show. Just wanna show some respect.„, hielt ihm die Faust hin, woraufhin er verschmitzt lächelte und die Geste erwiderte. Süß.

Ariel Pink’s Haunted Graffiti am 16. November im Gebäude 9, Köln:
Gekonnt zwischen Kitsch und Kunst balancierend gelang Ariel Pink und seiner talentierten Band mit Mature Themes dieses Jahr der Durchbruch. Im Gebäude 9 – dessen Booking dieses Jahr wirklich herausragend war, davon abgesehen, dass es ein schöner Veranstaltungsort ist – erlaubte er sich den Scherz, die ersten Songs im Hinterhof gefilmt zu performen, während die Musiker auf der Bühne standen. Um keine absurde Geste verlegen, kehrte er auf die Bühne zurück und spielte viele große Songs. Für den Bienenjäger eine wichtige Entdeckung, dieser Ariel; im Studio wie auf der Bühne.



Hans Unstern am 22. November im Gebäude 9, Köln:
Wie berührend und kunstvoll die Texte Hans Unsterns sind, ließ sich auf den Alben bereits spüren, aber erst wirklich auf dem Konzert erfahren. Auch wenn Hans Unstern mit originellen, selbstgebauten Instrumenten nicht an Sperrigkeit und Dekonstruktion sparte, schälen sich darunter immer wieder Lieder heraus, die unvergesslich sind und sicherlich das Potenzial zum Kanonischen besitzen. Dass hier in Deutschland leider gerade solche Künstler oft übersehen werden, soll uns nicht stören. Auch nächstes Jahr werden wir uns sicherlich an seiner Musik erfreuen. Verstand und Herz gehen bei ihm die richtige Verbindung ein.

DAF am 30. November im Zakk, Düsseldorf:
Im Kampf um die Sonne sind DAF 2012 so lustvoll und hitzig wie eh und je. Von welcher anderen Band ihres Jahrgangs das zu behaupten ist, steht zur Diskussion. Schönster Augenblick: Gabi Delgado Lopéz fordert das Publikum auf, den „süßen“ Adolf Hitler zu tanzen. Vielleicht beschenken sie uns in den nächsten Jahren ja doch noch einmal mit einem neuen Album. Nach den dynamischen Auftritten ist das wünschenswert.

Beak> am 5. Dezember im Gebäude 9, Köln:
Wer den besten Post-Punk informierten, minimalistischen Krautrock spielt, weiß jeder Konzertgänger spätestens seit Anfang Dezember. Der Schnabel steht ihnen gut. Mit << haben Beak> ihren Status als Nebenschauplatz von Portishead endgültig gegen den einer eigenständigen, respektierten Band eingetauscht. Das in Kombination mit dem bemerkenswerten Konzert lässt Beak> als erstes Tier mit Schnabel und Stachel dastehen. Glückwunsch!

Meshuggah am 13. Dezember in der Essigfabrik, Köln:
Ihr Koloss definierte schweren Groovemetal neu, ihr Auftritt in der Essigfabrik revidierte den ansonsten notorisch schlechten Sound dieses Veranstaltungsorts. Im Moshpit eine Freakshow, stehen einige Herren nach ein paar Stücken schon mit zerrissenem T-Shirt da; andere lassen sich nach jedem Stagedive von der muskulösen Security auf den Arm nehmen. Meshuggah Fans brauchen Liebe. Kurzer Moment, der einen Anflug von Humor durchschimmern lässt: Jens Kidman fragt das Publikum, ob es „ready“ sei. Kurze Stille, daraufhin ein gewohnt brachialer Einstieg des nächsten Songs.