Kategorie-Archiv: An Early Cascade

Video der Woche: An Early Cascade – Everything Is Wrong. Everything Is OK.

Die Schreckensnachricht Anfang des Jahres kam von An Early Cascade. Drummer Daniel Wied gestorben. Oh Mann. Es wäre verständlich gewesen, wenn diese Hiobsbotschaft eine Trennung nachsichgezogen hätte. Zum Glück kam es nicht dazu – im Gegenteil. Die Jungs aus Stuttgart haben nämlich endlich das schon seit längerer Zeit fertig gestellte Video zu dem besten Song ihres letzten Jahres erschienenen Albums Versus, nämlich Everything Is Wrong. Everything Is OK. veröffentlicht.

Und man mag es kaum glauben: Das Video ist ähnlich gut, wie der Song. So gut sogar, dass man es kaum glauben mag, dass diese Band tatsächlich nicht aus Seattle stammt, sondern aus Süd-Deutschland. Man darf wirklich gespannt sein, welche Formen die weitere Karriere von An Early Cascade noch annehmen wird. Auf lange Zeit werden sie sich wohl nicht mehr in Deutschland halten können, sondern hoffentlich die internationale Aufmerksamkeit erlangen, die ihnen gebührt.

Ausgestoßen

Wo es Toplisten und Jahrespolls gibt, gibt es auch Werke, die es knapp nicht in das Ranking geschafft haben, aber unbedingt erwähnt werden sollten.

Woods Of Desolation – Torn Beyond Reason

Woods of Desolation bescherten dieses Jahr ein meisterliches, sowie vergleichsweise leicht zugängliches Werk namens Torn Beyond Reason. Ob eine underground depressive Band etwas in einem Jahrespoll zu suchen hat, ist eine andere Geschichte. Schließlich will der gute Zolin niemandem die Weihnachtsstimmung versauen (Ja, Geschenke gibt es auch, wenn man tiefschwarze, antichristliche Musik hört).

John Maus – We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves

Animal Collective meets Toro Y Moi meets Weltschmerz? Eigentlich trifft diese Beschreibung auf das aktuellste Werk von John Maus zu. Die Atmosphäre gleicht der eines Horrorfilms. Eines ziemlich kurzen Horrorfilms – denn leider ist schon nach 32 Minuten schon Schluss, was auch der Grund ist, wieso es We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves nicht in die Top 30 geschafft hat.

WIN WIN – WIN WIN

Liam und Noel Gallagher waren nicht die einzigen, die dieses Jahr ihr erstes Soloalbum nach dem Split veröffentlicht haben. Alex Epton alias xxxchange und Spank Rock haben dieses Jahr ebenfalls ihre ersten Debuts seit dem Ausstieg von xxxchange veröffentlicht. Gewinner ist Epton mit seinem Projekt WIN WIN. Release RPM hätte eigentlich schon eine Platzierung in den Top30 gerechtfertigt, wären da nicht noch 30 stärkere Alben…

Arrange – Plantation

Einer der größten Geheimtipps des Jahres! Arrange bedeutet in erster Linie Musik zum anfassen, nicht nur zum hören. Traurige, aber schöne Musik, bei der nur noch das letzte bisschen zu einer Erwähnung in den Top 30 gefehlt hat. Momentan befindet sich Arrange in der Fertigstellung eines Nachfolgers zu Plantation. Vielleicht reicht’s nächstes Jahr für die Top 30.

An Early Cascade – Versus

Verdammt. An Early Cascade haben dieses Jahr mit Versus einen echten Hammer rausgehauen. Endlich mal eine ernst zunehmende deutsche Band, die auch mit den ganz großen, wie zum Beispiel Deftones, mithalten kann. Ein letztes Quäntchen hat für die Top 30 gefehlt.

Triune Gods – Seven Days Six Nights

Das anspruchsvollste Album des Jahres ist das Ergebnis eines waghalsigen Projekts. Der amerikanische Rapper Bleubird, der kanadische Produzent Scott Da Ros und der japanische Rapper Sibitt haben sich zusammengeschlossen, um die verschiedenen Kulturen sinnvoll miteinander zu verbinden – Das mit Abstand beste Cultureclash Album des Jahres.

TV on The Radio – Nine Types Of Light

TV on The Radio waren dieses Jahr ein schwieriges Thema. Einerseits war ihr neuestes Album Nine Types Of Light eines ihrer besten, leider zeigten sich aber nach recht wenigen Hördurchgängen einige Abnutzungserscheinungen, die man so nie zuvor bei TV on The Radio hatte.

tUnE-yArDs – W H O K I L L

Ein leider sehr unbeachtetes Album in Deutschland. Vielleicht ist die deutsche Musikindustrie auch einfach so oberflächlich, und hat diese Frau übergangen, weil sie zugegebenermaßen ausschaut wie ein Mann? Keine weiteren Ausreden mehr! Unbedingt reinhören!

Review: An Early Cascade – Versus

Ja, das waren noch Zeiten. Am 31. März ging der erste Heißer Scheiß Artikel überhaupt online. Und ja, der Scheiß war so heiß, dass An Early Cascade mit ihrem Minialbum Your Hammer To My Enemy unbedingt als Erstes erwähnt werden mussten. Ihre genreübergreifende Mischung aus Metal, Hardcore und Punk stellte nahezu alles in den Schatten.

Nun erscheint mit Versus endlich das Debut. Zuerst ist der Mute Mode für 20 Sekunden eingeschaltet, danach poltert auch schon der Opener Everything is Wrong. Everything is Ok. los. Der Basslauf am Anfang setzt schon deutlich ein Zeichen. Man hat es bei den Schwaben nicht mit einer deutschen 0815  Metalcore Band zu tun, sondern mit einer – musikalisch gesehen – ernsthaften Konkurrenz für Deftones.

Das Gesamtkonzept des Albums, inklusive Artwork, ist so durchdacht, dass sich die meisten anderen Bands etwas abschauen sollten. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die saubere Produktion. An allen Stellen gibt es Kleinigkeiten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Die Dynamik der Songs von Versus variiert extrem zwischen härteren und ruhigeren Parts. All diese Bestandteile machen Versus zu dem was es ist – dem bisher besten Metal-Album des Jahres.

1. Mute Mode
2. Everything is Wrong. Everything is Ok.
3. Moth-Eaten
4. Of War Is At War
5. Digital Me
6. In Between Mountains
7. Town Of Clocks
8. Lightning Sped
9. Dancing Upon The Moon
10. Cutty Sark
11. Dead In The Water
12. Versus

Zolin sagt: 8 von 10

Versus by An Early Cascade

Heißer Scheiß: An Early Cascade

Die Hardcore Hoffnung Deutschlands kommt aus Stuttgart. Die fünf Jungs schlossen kürzlich ihre Arbeiten an einem Nachfolger zu „Your Hammer To My Enemy“ ab. Während das erste Album noch eher in Richtung Post-Hardcore ging, soll das neue Album all diejenigen die An Early Cascade schon kannten überraschen. Das erste Album „Your Hammer To My Enemy“ konnte schon überzeugen und brauch sich nicht vor Größen wie  The Dillinger Escape Plan zu verstecken. Das neue Album wird von Jan Kerscher (Ghost City Recordings) produziert. Das neue Album hat bisher noch keinen Namen und auch noch keinen veröffentlichten Track, jedoch steckt so unglaublich viel Potential in den bisher veröffentlichten Studio Videos, dass man großes für das neue Album erwarten kann.