Top 10: High Voltage Humans

High Voltage Humans können spätestens seid ihrer Single „Tomahawk“ und dem Die Antwoord Support getrost als das fresheste gesehen werden, was deutsche Popmusik momentan zu bieten hat. Bei Zolin sagt sprechen sie nun über ihre 10 Lieblingsbands. Heraus gekommen ist eine einzigartige Mischung aus Chill Out, Noise- und Oldskool Rock.

Foto von Andre Habermann

Jay Reatard
Bester Punk Rock der Neuzeit. Jay Reatard war für uns der Soundtrack eines unvergesslichen Sardinien Urlaubs und außerdem eine der hochvoltarisiertesten Live-Shows die wir je gesehen haben. Leider verstarb er letztes Jahr am 13.Februar 2010

Late of the Pier
Die 4 Engländer passen hervorragend zu unserer Vision von “Fantasy Metal“, und haben auch ein paar wahnsinnig tolle Videos. Grandios vor allem auch ihr letzter aktueller Release, die Maxisingle “Best in Class/Blueberry”.

The Human League
Die Britische New-Wave Band gehört zur experimentellen Sheffielder Musikszene die sich 1977 gegründet hat und waren lange als Vorreiter des Synth-Pop verkannt. Doch grade die frühen Sachen inspirieren uns immer wieder, trotz oder gerade wegen der stark schwermütigen Atmosphäre.

Air
Air sind Zauberer, wahre Magier der Sounds und Melodien, die mit jedem ihrer Alben Faszination auf uns ausüben. Auch live eines der Konzerte, das uns durch perfekte Analog-Sounds aber auch vor allem durch die stark reduzierte Live-Show nachhaltig beindruckt hat. Air sind aber nur die Spitze des Eisbergs einer ganzer Reihe Franzosen, denen wir unsere tiefste Verehrung aussprechen: Space, der Jean-Michel Jarre der 70er Jahre, Cook da Books, Lio, Daft Punk, Justice, Sebastièn Tellier uvm.

Sleigh Bells
Das Duo aus Brooklyn kombiniert hervorragend harte Gitarrenriffs mit süsslichem RNB-Gesang und wuchtigen Hip-Hop Beats. Eine kraftvolle Kombination sehr gegensätzlicher Musikstile, die reinhaut.

Hawkwind
Die Begründer des Space-Rock versetzen uns mit ihren psychedelischen Songs immer wieder in multispektrale Schwebezustände. Songtitel wie Silvermachine, Galaxy 28948 oder The Iron dream sprechen für sich.

Ramones
“1-2-3-4!” Essentielle Performance, simple Botschaften.

Róisín Murphy
Vor allem als Sängerin der Band Moloko bekannt, ist sie noch viel beeindruckender als Solokünstlerin und dabei die coolste Lady im Musikgeschäft. Ausgefallenste Traumkostüme, wahnsinnig entspannte und gekonnte Dance-Moves zu coolem Synth-Sound machen ihre Bühnenshow einzigartig lässig.

Spiral Beach
Aus unserer Sicht die heutigen Nachfahren der B`52s – sind vor allem durch ausgefallenen Gesangslinien in Kombination mit Voodo- oder Bollywoodsounds und Surfgitarre sehr spannend anzuhören und waren auch live ein großer Spass. 

Anika
Momentan in unserem Plattenspieler: Die geheimnisvolle Anika. Ihr Album ist eine sehr interessante Ansammlung von Coverversionen produziert von Beak (Geoff Barrow von Portishead): “a love of punk, dub and 60’s girl groups”

Review: Ghostpoet – Peanut Butter Blues & Melancholy Jam

Das Königreich Großbritannien braucht einen neuen Hiphop König. Mike Skinner von The Streets verkündete seinen Rücktritt aus der Szene, Dizzee Rascal macht nur noch Tracks mit peinlichen House Produzenten und Roots Manuva ist irgendwie in der Versenkung verschwunden. Auf einen neuen MC muss aber nicht zu lange gewartet werden. Ghostpoet verpasst mit seinem neuen Album Peanut Butter Blues & Melancholy Jam dem UK Hiphop frischen Aufwind und erweißt sich als äußerst geschickter Wortkünstler. Der 24-Jährige Ghostpoet stammt aus Coventry und zog nach London, wie es nunmal in England für Musiker Gang und Gebe ist, entweder nach London oder Bristol zu ziehen.Ghostpoet hält sich mit seinen 12 Tracks weit von den üblichen Rapklischees entfernt und orientiert sich eher an der neuen NeoDubstep Bewegung oder an neueren Künstlern wie Gonjasufi. Trotzdem ist Peanut Butter Blues & Melancholy Jam ein reines Eigengewächs und nicht wirklich als Kopie zu bezeichnen. Eher als Wundertüte mit einer Mischung aus HipHop, Indie, Dub und viel Experimentierfreude.
Ghostpoets Art zu rappen ist eine gemächliche. Man bekommt das Bild nicht aus dem Kopf Ghostpoet in einem schwarzen Van durch die Nacht von London fahren zu sehen. Aber nicht schnell, sondern gemächlich. Insbesondere Longing for the Night ist ein relaxter Schleicher, der die Vorfreude auf nächtliche Aktivitäten – nicht: schlafen – mit einem Grinsen thematisiert. Aufjedenfall ist damit klar, das Ghostpoet anders ist. Er bringt Bewegung in das, was sich Leben nennt.

1. One twos
2. Run run run
3. Us against whatever ever
4. Finished I ain’t
5. Longing for the night
6. Yeah pause
7. I just don’t know
8. Survive it
9. Gaaasp
10. Cash & carry me home
11. Garden path
12. Liiines

Zolin sagt: 8 von 10

Top 10: The Rubyc

The Rubyc aka David Dröge aus Ratingen gilt als deutsches Techno Wunderkind. Mit seinen zarten 17 Jahren hat er schon mehrfach Clubs wie das Monkey’s (Düsseldorf) zum kochen gebracht. Auf Zolin sagt präsentiert er exklusiv seine persönlichen 10 Lieblingstracks.

10)The Kooks – Sofa Song
Dieses Lied wird mir immer im Zusammenhang mit den ersten Hauspartys im Gedächtnis bleiben. Natürlich haben viele der Lieder eine enge Verbindung mit besonderen Momenten, die sie für mich so besonders machen, aber dieses war das einzige Rocklied, dass Partys bei uns so unvergesslich gemacht hat wie sie eben sind. Abgesehen davon macht es sofort gute Laune und hat eine ganz eigene Energie, die nur durch kurze, ruhige Passagen unterbrochen wird, um dann noch größer erneut aufzubranden. Auf jeden Fall eine Top 10 Platzierung nötig.

9) Hall & Oates – You Make My Dreams
Ein Lied, dass ich aus einem wunderbaren Liebesfilm kenne. Gute-Laune-Lied Nummer 1.

8)Passion Pit – Sleepyhead
Zugegeben: dieses Lied passt nicht mal ansatzweise in meinen restlichen Musikgeschmack. Und es gibt sogar 1, 2 Stellen im Lied, die ich nicht besonders doll finde. Aber dafür macht der Rest diese durch seine mitreißende Art sofort wieder wett. Für alle, die schönen Bass bei ihren Boxen haben: laut hören, Augen zu.

7)Caribou – Jamelia (DJ Kozes Alarmclock Remix)
„If I can’t be your man, tell me what I am“ Danke an dieser Stelle noch mal an Caffeine Music für dieses Lied. Der Text in Verbindung mit Kozes Gefühl für Abwechslung und Melodien schafft etwas, dass gleichzeitig wehmütig und aufregend wirkt. Immer wieder schön zu hören.

6)Paul Kalkbrenner – Dockyard
Das erste Lied ohne Vocals im Chart, außer einem einzigen, dafür aber umso wichtigeren „right here, right now“ Für mich der schönste Satz, der in einem Paul Kalkbrenner Track jemals gesagt wurde. Jedes Mal wenn der Bass einsetzt denke ich: jetzt hat er mich, dieses Mal muss ich vor lauter Gefühl heulen.

5)Thom Yorke – The Eraser (XXXChange Remix)
Das Radiohead Kult ist, darüber kann man kaum streiten. Aber sogar Thom Yorke alleine schafft mit diesem Lied etwas für schöne Momente. Und in Zusammenarbeit mit XXXChange wird es sogar unvergesslich.

4)Mexican Institute of Sound – A Girl Like You
Passt merkwürdigerweise so gut wie immer, zu jeder Art von Stimmung, muss hier aber vor allem hinein weil es die Hintergrundmusik für eine der großartigsten Szenen in meiner, und das mit Abstand vor allen anderen, Lieblingsserie bildet: Californication.

3)Stateless – Bloodstream (Henrik Schwarz Club Mix)
Leider inzwischen schon etwas zum Kommerz verkommen, der Künstler selbst aber immer noch großartig. Henrik Schwarz selbst brachte mich überhaupt erst zu meinen ersten Berührungen mit Techno und verzauberte mich von der ersten Minute mit seinen Podcasts. Alle Lieder von ihm sind hörenswert: dieses besonders. Das schönste Liebeslied, mit Abstand.

2)Robytek, Shield Feat. Foremost Poets – Pump It (Hugo Remix)

Damit meine Minimalseite nicht zu sehr leidet, einer der größten Klassiker. Am besten in einem Cabrio im Sommer auf der Autobahn hören: „gotta get your wheels turnin‘“

1)DJ Zky & Fritz Kalkbrenner – What I Can Say
Letzten Sommer hörte ich zum ersten Mal Fritz Kalkbrenner und, da kann ich wirklich ehrlich sein, es war wie Liebe auf den ersten Blick. Ein Lied, dass auch nach dem x-millionsten Mal hören noch spannend und schön wirkt und sich jedes Mal sogar ein wenig anders hört, bei dem Beat und Vocals auf so eine wunderbare Art aufeinander abgestimmt sind, dass ich mir oft gewünscht habe, ich bräuchte nichts mehr bis an mein Lebensende zu tun, als zu Fragen: „What I Can Say?


Heißer Scheiß: An Early Cascade

Die Hardcore Hoffnung Deutschlands kommt aus Stuttgart. Die fünf Jungs schlossen kürzlich ihre Arbeiten an einem Nachfolger zu „Your Hammer To My Enemy“ ab. Während das erste Album noch eher in Richtung Post-Hardcore ging, soll das neue Album all diejenigen die An Early Cascade schon kannten überraschen. Das erste Album „Your Hammer To My Enemy“ konnte schon überzeugen und brauch sich nicht vor Größen wie  The Dillinger Escape Plan zu verstecken. Das neue Album wird von Jan Kerscher (Ghost City Recordings) produziert. Das neue Album hat bisher noch keinen Namen und auch noch keinen veröffentlichten Track, jedoch steckt so unglaublich viel Potential in den bisher veröffentlichten Studio Videos, dass man großes für das neue Album erwarten kann.

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