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Review: Unknown Mortal Orchestra – Multi-Love

Unknown Mortal Orchestra - Multi-Love

Nach einer gewissen Zeit ohne Schlaf erreicht man bekanntlich, ob nun gewollt oder nicht, diesen humoristisch wertvollen, jedoch nur schwer teilbaren Zustand der Schlaftrunkenheit, in dem laut Hans Arndt der Schlaflose die Ereignisse multipliziert; angesichts dessen kann schon allein aus dem Titel Multi-Love herausgelesen werden, auf welchen somnambulen Pfaden Unknown Mortal Orchestra gewandelt sein müssen, um zu diesem Album zu gelangen. Respektive der vergangenen musikalischen Ausflüge Ruban Nielsons wie dem schizophren-schlaftrunken wirkenden, selbstbetitelten Erstlingswerk oder dem Song-orientierteren und interessanter strukturierten II von vor zwei Jahren erschließt sich sein aktuellstes Werk einfacher denn je. Es wirkt weniger verkopft um der Verkopftheit willen, es klingt aufgeräumter – klingt es da etwa nach Pop? Tatsächlich trägt ein Gros der Tracks auf Multi-Love das selbe Banner wie Hot Chip oder andere entwaffnende Pop-Bataillone. Es wirkt im Vergleich zu den Vorgängern vor allem zum Beginn durch die neuartige, weniger auf Lo Fi bedachte Produktion bedrohlich unbedrohlich.

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