Schlagwort-Archiv: Trap

Review: Drake & Future – What A Time To Be Alive

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Ein fast schon typischer Drake-Move leitete die quasi nicht vorhandene Promophase zu diesem Tape ein. Ein Link mit einem Countdown, der den Titel What A Time To Be Alive trägt und auf einen Tag angesetzt war – Ergebnis offen. Natürlich kamen während dieser Wartezeit sämtliche Social Media Kanäle nicht um #WATTBA herum. Auch wenn es seit längeren in der Schwebe war, konnte man dahinter nicht unbedingt eine Kollaboration mit Future vermuten, hatte dieser doch gerade erst den Sommer für sich genutzt, um mit seinen dritten Album Dirty Sprite 2 hohe Wellen zu schlagen. Während andere Rapper also noch nicht einmal vom neuen Mercedes Pullman gehört haben, trafen sich Drake und Future auf ein paar dreckige Limonaden, um ihre Herrschaftsgebiete im Musikkosmos weiter auszubauen. Doch gerade als Drake Fanboy Sympathisant fühlt man sich nach dem ersten Hören etwas hängen gelassen. Ein bisschen wenig Drizzy, ein bisschen viel Future.

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Kalte Dusche 2015

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Werte Damen und Herrn, von Nah und fern. Stürmen Sie herbei, denn nur heute erhalten Sie die einzige Kalte Dusche des Jahres. Reiten Sie auf dem Stream des Mixclouds und bewegen Sie Ihre Hüften zu den Beats von Jamie XX und Mura Masa, oder wirbeln Sie ihre Mähne zu Ariel Pink. Scheibendreher Schmitzcat verspricht trotz aller Bewegung Abkühlung, denn: besser kalt geduscht als zu heiß gebadet!

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Heißer Scheiß: Albert Parisien

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Albert Parisiens LP heißt Coolness, er benutzt ohne mit der Wimper zu zucken Redewendungen wie „doesn’t make any sense“ und kämmt als ersten Move unseres Kaffee- und Kippenkränzchens erstmal seine Haare. Denn wer aktuelle Geschehnisse rund um die Cosmo Gang und ihr neustes Mitglied verfolgt hat weiß: alle seine Haare sind wavy – kann man nix machen.

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Review: Zugezogen Maskulin – Alles Brennt

Zugezogen Maskulin - Alles Brennt

In Zeiten, in denen man im Bus elfjährige Mädchen beobachten kann, wie sie eine halbe Stunde lang Selfies knipsen, könnte man durchaus meinen, dass die Menschheit verloren sei. Wenn man dabei jedoch das neue Album der ehrenwerten Herren grim104 und Testo aka Zugezogen Maskulin Alles brennt auf den Ohren hat, werden die Schwierigkeiten mit dem Menschsein an sich schlagartig erträglicher. Denn es gibt sie: Leute, die die Welt, in der wir leben, aufmerksam angucken und versuchen, ihr mit Herz und Verstand gleichermaßen zu begegnen. Das passiert durchaus wütend und verzweifelt, der rote Faden von Alles brennt ist jedoch das Gefühl des kommenden Aufstands, der kitschige Glaube daran, dass es für die Menschheit vielleicht doch noch nicht zu spät ist.

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Review: RL Grime – Void

RL Grime – Void

Henry Steinway – der Richard Strauss des 21. Jahrhunderts? Gewagt, mögen einige einwenden, doch Steinway aka RL Grime fände mit seinem Debut Void sicherlich auch ein begeistertes Publikum bei den Primaten aus der berühmten Eingangsszene aus 2001, welche zu den Klängen von StraussAlso sprach Zarathustra den Oberschenkelknochen als Waffe für sich entdecken. Denn was ist Trap anderes als Musik für’s Stammhirn? RL Grime verwandelt seit dem Beginn seines Feldzugs über die Kontinente und durch die Untiefen des EDM jeden mit Hipstern bestückten Club und jedes Festivalzelt in eine archaische Versammlung einer Meute ellenbogentanzender, pöbelnder, feiernder Höhlenmenschen. Dabei wohnt seinen Tracks seit jeher in den besten Momenten ein Scheibchen der Strausschen apokalyptischen Wucht inne. Kann er dieses Niveau auf seinem lange erwarteten Debut auf Albumlänge liefern?

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