Schlagwort-Archiv: Rock

Review: Baroness – Purple

Baroness - Purple

Drei Jahre nach dem groß angelegten Doppelalbum Yellow & Green geht es auf Baroness Farbpalette in Form von Purple weiter, einem herkömmlichen Einzelwerk. In der Zwischenzeit erlitt die Band einen erheblichen persönlichen Rückschlag. Mit dem Auto stürzten sie von einer Brücke, wobei alle Beteiligten schwer verletzt wurden, zwei der Bandmitglieder spalteten sich in der Folge ab. John Baizley, der Kopf von Baroness, gab allerdings nicht auf, er formierte die Band neu und leitete alles für dieses neue Album in die Wege. Ob es die alte Spritzigkeit musikalisch beibehält, ist nun zu klären.

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Review: Eagles Of Death Metal – Zipper Down

eagles of death metal zipper down

Immer, wenn die Konstellation um Kindheitsfreunde Baby Duck a.k.a. Josh Homme und Jesse „The Devil“ Hughes unter dem Banner von Eagles of Death Metal zusammentraf, kam dieselbe Frage nach der Pointe auf. Die Frage danach, ob der Bandname wie ein kleines Abschreckungsmanöver wirken sollte, all die „Rock out with your cocks out“-Allüren ernst zu nehmen seien und ob einzig die Kräfte des Queens of the Stone Age-Frontmassivs dieses humoristische Unterfangen tragen würden. Fast sieben Jahre Wartezeit, in denen dessen Formation mit …Like Clockwork eine Art modernen Klassiker erschufen, bedürften manchen Fans sogar eine Art musikalischen Quantensprung für Zipper Down. Die Antwort des Speedfreaks Hughes? Complexity. Eine gewohnt gewalttätige Rückführung wie auch eine Ansage, dass noch nicht einmal Anstalten dazu unternommen wurden, zum neuen Album den Hosenstall hochzuziehen. Getreu dem Bisherigen gilt seine Devise, dass eine Kulmination aus allen vergangenen Rock-Alben das beste Album aller Zeiten werden muss. Und fast ist man dazu geneigt, sie ihm abzukaufen.

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Review: Wilco – Star Wars

wilco

Eine Band, die sich rechnen, also ihren Mitgliedern mitsamt Crew und Management, Booker etc. ein Auskommen ermöglichen möchte, ist heute oftmals ein kleineres Unternehmen. Ein eigenes Label betreiben, Festivals organisieren, Dokus drehen, Merchandise bis hin zum Kaffee… All das scheint nicht nur möglich, sondern notwendig zu sein. Die Ursachen dafür wie Streaming und ein überlaufener Tour- und Festivalmarkt mit Ticketing-Kartellen sollen hier nur angeschnitten werden, sie sind ja eh omnipräsent und offenbar geeigneter für reißerische Schlagzeilen als die Musik mancher Gruppe selbst.

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Review: Mutoid Man – Bleeder

Mutoid Man - Bleeder

Bei all den Metal-Alben der letzten Jahren, die sich teils so bitter ernst nehmen oder in allgemeine Negativität versinken, wünscht man sich als ein Exemplar, welches ohne den allzu großen Anspruch einfach nur dick abrocken will. In dieser Hinsicht war die EP Helium Head des noch frischen, unverbrauchten Projekts von Stephen Brodsky, Mutoid Man, ein großer Hoffnungsschimmer. Brodsky kennt der ein oder andere eventuell aus den Zeiten der recht innovativen Hardcore Band Cave Inn, bei Mutoid Man ist jedoch keine Zeit für prog-artige 14-Minuten Tracks, sondern da wird sich richtig ausgelassen, auf musikalisch ansprechende wie unterhaltsame Weise wohlgemerkt. Mit einem entsprechend guten Gefühl geht man da an Bleeder, das LP-Debüt, ran.

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Review: Steven Wilson – Hand. Cannot. Erase.

Steven Wilson - Hand. Cannot. Erase.

Wer von allen heutigen Progressive Rock Virtuosen wäre wohl am besten geeignet, ein bedrückendes modernes Drama über großstädtische Entfremdung und Isolation in Form eines differenzierten Konzeptalbums an den Mann zu bringen? Natürlich kann es nur er sein, der Prog Guru schlechthin unserer Zeit, Steven Wilson. Spätestens seit seinem Solo-Meisterwerk Grace for Drowning schafft es der außergewöhnliche Musiker, gleichermaßen Kritiker wie Normalsterbliche zu begeistern und auch hier beim Zolin kam er über die Jahre stets sehr gut weg – abgesehen vom ein oder anderen Seitenhieb auf dessen nicht allzu kleines Künstler-Ego. An Wilsons Versuch, mit dem neuen Album Hand. Cannot. Erase. den realen, tragischen Todesfall der Engländerin Joyce Carol Vincent zu erzählen, sind demnach wie immer hohe musikalische sowie inhaltliche Ansprüche gestellt.

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