Schlagwort-Archiv: RnB

Daily Hits: Crystal Castles, Crack Ignaz, Blood Orange, K.I.Z., Mick Jenkins

crystal castles

Wie immer spuckt das Internet selbst mehr Heißen Scheiß aus, als es ein Zolin zu dokumentieren weiß. Deswegen gibt’s einfach mehr oder weniger kommentarlos die neuen Tracks von Crystal Castles (jetzt ohne Alice!), Crack Ignaz (jetzt mit MPM im Rücken!), Blood Orange (jetzt in Extralänge!), K.I.Z. (jetzt mit besonders catchy Hook!) und Mick Jenkins (jetzt mit extra Trap-Flair!). Naja, zumindest fast kommentarlos.

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Video der Woche: Kelela – A Massage

Mit ihrem Debüt-Mixtape Cut 4 Me schwang sich Kelela trotz fehlender Girlgroup-Karriere an die kreative Spitze des RnB. Das lag aber nicht nur an ihrer messerscharfen Stimme, sondern auch an ihren luftigen und durchaus experimentellen Beats, die teils mehr Installationen als wahre Songgerüste waren. Kein Wunder, schließlich zeigten sich nicht die 0815 RnB-Produzenten für die Beats auf Cut 4 Me verantwortlich, sondern experimentelle Elektronik-Pioniere und Tastemaker wie Bok Bok oder Jam City. Für ihre neue Single holte sie sich nun erneut Verstärkung von einem der momentan schillerndsten Namen der experimentellen Elektronik-Szene. Niemand geringeres als Arca, der in kürzerer Vergangenheit auch Björk und fka Twigs veredelte, zeichnet sich für den Beat von A Massage verantwortlich. Allerdings ist der Breakup-Track im Verlgleich zu Arcas sonstigen Arbeiten nicht allzu anspruchsvoll, sondern überraschenderweise wirklich sehr angenehm zu konsumieren.

Der wahre Star ist aber wie so oft in dieser Kategorie weniger der Track, Produzent noch Vocalist, sondern das Video. Obwohl sich das Video über die gesamte Laufzeit ausschließlich auf Kelela fokussiert, geht die Reise gleich durch mehrere Dimensionen der menschlichen Psyche: Lust, Sehnsucht, Delirium und Ekstase. Das geschieht durch grandiose Kamerafahrten, Farbgebung und nicht zuletzt durch ein Anime’esques Outro, das ästhetisch an Klassiker wie Ghost in The Shell erinnert. Der Track wird im Mai auf ihrer komplett von Arca produzierten  EP Hallucinogen erscheinen und als Vorreiter für ihr erstes richtiges Album dienen, das man wohl schon jetzt zu den Highlights des Jahres zählen darf.

Video der Woche: Childish Gambino – Sober

Donald Glover alias Childish Gambino kann alles: einen schwarzen Republikaner spielen, die womöglich beste Comedy-Serie der letzten zehn Jahre schreiben und nebenbei auch noch ganz passable Mixtapes veröffentlichen. Und selbst dabei lässt er sich nicht festlegen. So ist die erste Hälfte seines aktuellen Mixtapes STN MTN ein reines Rap-Tape, während er sich auf der zweiten Hälfte, Kauai, zeitgenössischem RnB zuwendet, Kollegen wie Frank Ocean nacheifert und zeitweise sogar auf den Pfaden von Michael Jackson wandert. Natürlich nicht ganz auf dem gleichen Niveau, doch trotzdem unterhaltsam genug, dass sich der ein oder andere Hördurchgang lohnt.

Dem besten Song und gleichzeitig Opener der zweiten Häfte, Sober, hat er nun ein Video spendiert und hat sich dabei erneut besondere Hilfe geholt. Auf dem Regiestuhl saß nämlich Hiro Murai, der vielerorts schon als der Spike Jonze seiner Generation bepriesen wird. Bekanntheit erlangte er vor allen Dingen letztes Jahr durch seine hervorragenden Videos zu Flying LotusNever Catch Me, Spoons Do You, sowie eben durch seine Arbeit für Childish Gambino. Für Sober hat er sich an die Köngisdisziplin der Musikvideos gewagt: Einer Tanz Choreographie. Dabei kann man schließlich einerseits viel falsch machen, andererseits kann kaum eine andere Art eines Videos so viele verschiedene Gefühle ansprechen, selbst wenn es „nur“ Erstaunen ist.  Genau dazu führt nämlich Glovers Balztanz in einem Imbiss. Michael Jackson wäre neidisch.

Review: Kimbra – The Golden Echo

Kimbra - The Golden Echo

Im Pop gibt es tatsächlich noch eine undankbarere Rolle, als die des One Hit-Wonders. Die haben schließlich einen eigenen Track vorzuweisen, der es irgendwann mal geschafft hat, auch wenn die weitere Karriere dann nicht mehr so rosig verlief. Die Rede ist von den Künstlern, die bei einem Hit nur als Gast zu hören waren oder ganz im Hintergrund stehen. In der kürzeren Pop-Vergangenheit wurden verschiedene Wege gezeigt damit umzugehen. Im Falle von Ryan Lewis, bekannt als der Mann hinter den Reglern bei Macklemore, wird einfach konsequent mit seiner Unbekanntheit kokettiert. Kimbra dagegen, die 2011 auf Gotyes Überhit Somebody That I Used To Know gefeatured wurde, macht ganz simpel gute Alben, auch wenn sie hierzulande nicht unbedingt ein vergleichbar großes Publikum erreichen, wie ihr Song mit Gotye.

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Findling #7: Steve Arrington, Sophie, Dexter

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Wer hat schon gerne schlecht gelaunten Nachwuchs? Da versorgt man ihn doch lieber gleich mit Endorphin-Granaten. Für Zolin bedeutet das natürlich vor allen Dingen, dass der Findling etwas geboten bekommt. Und das bekommt er in Form des funky Steve Arrington, der einzigartigen Sophie und dem smoothen Dexter tatsächlich. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es ihm auch gefallen wird.

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