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Zolin Sagt 026: Lavender Worm – 16.05.2015

Podcast 026kl

Wer bei finnischer Musik nur an Metal in all seinen verschiedenen Formen denkt, dem entgehen zum Beispiel interessante Genres wie Skweee. Und da wir bei Finnland natürlich alle an metallische Musik denken, wissen die meisten tatsächlich nicht, was es mit Skweee auf sich hat. Aber nicht verzagen, Onkel Wikipedia hat selbstverständlich eine kleine Zusammenfassung:

Skweee ist ein aus Schweden und Finnland stammendes Genre der elektronischen Musik. Skweee vereint einfache Synth-Loops und Bass-Linien mit Funk, R&B oder Soul-ähnlichen Rhythmen. Die Songs sind meist instrumental.

Eine der momentan interessantesten Persönlichkeiten des Genres ist der aus Helsinki stammende Juhani Marjanen. Einerseits ist der selbsternannte Pfeifen-Connaisseur Mitglied der Skweee-Supergroup Yöt, andererseits hat er als Lavender Worm erst kürzlich eine grandiose Debüt EP veröffentlicht. Für Zolin hat er nun ein paar seiner persönlichen Favoriten sowie einige Tracks, die große Ähnlickeiten zur Skweee-Bewegung besitzen, zusammengestellt. Also durchhören und mit deinem Wissen über finnische Musik vor deinen Freunden angeben! Jackpot!

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Review: Squarepusher – Damogen Furies

Squarepusher - Damogen Furies

Was hat der stets nach Innovation strebende IDMler Squarepusher wohl in den Jahren zwischen dem nicht unkontroversen Ufabulum 2012 und dem jetzt erscheinenden Album Damogen Furies so getrieben? Nichts geringeres, als die Erschaffung und Vollendung seines eigenen Software Systems für elektronische Musik! Gut, genau genommen arbeitete er da schon die letzte Dekade über dran, doch Damogen Furies ist das erste Album, das komplett aus der eigenen Software Kreation samt eigenen digitalen Instrumenten heraus geboren ist. Dem freien, rebellischen Geist, aber vor allem auch begnadeten Musiker Squarepusher – seines Zeichens begnadeter Bassist sowie DJ zugleich – ist so ein Projekt definitiv zuzutrauen.

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Review: Aphex Twin – Syro

Aphex Twin - Syro

Wenn Daft Punk den Maschinen das Tanzen beibrachten, so war es Richard D. James, der ihnen das Denken lehrte. Zugleich Sonderling und Wunderkind der elektronischen Musik, programmierte er die ersten Tracks seines Debuts Selected Ambient Works 85-92 im Alter von 14 Jahren. Seitdem nimmt er bis heute einen unanfechtbaren Sonderstatus unter den Pionieren des Genres ein, welcher auch während der 13-jährigen Pause seit dem letzten Release unter seinem bekanntesten Alias zu keiner Zeit in Frage gestellt wurde. Sicherlich werden sich währenddessen einige gefragt haben, ob er nicht in der Zwischenzeit Aphex Twin mit Drukqs zu den Akten gelegt habe – bis zu dem Tag, als ein mit seinem Siegel versehener Zeppelin über London erschien, als sei James abermals von einer Expedition zu unerforschten Welten in der Maschine zurückgekehrt. In einer Zeit, in der so viele elektronische Künstler wie Sterne am sichtbaren Nachthimmel existieren, war er das Zeichen dafür, dass das Urgestein aus den Tiefen des Weltalls mit seinen außerirdischen Sounds wieder in die Erdumlaufbahn kommen würde.

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Review: Rustie – Green Language

Rustie-Green-Language

In Zeiten von QT oder Oneohtrix Point Never, in denen elektronische Musik selbst im Vergleich zu ihrer Tradition immer synthetischer wird, ist es ein fast schon abendteuerliches Unterfangen, ein großes elektronisches Machwerk zu veröffentlichen, dessen Hauptinspiration die Natur ist. Wenn dieses Album dann noch von einem Produzenten kommt, der in der Vergangenheit vor allen Dingen mit maximalen, explosiven Titeln von sich Reden gemacht hat, ist die Erwartung nahezu greifbar. Die Rede ist von dem Schotten Rustie, der mit Green Language seinen Zweitling bei Warp vorlegt. Es ist damit der Nachfolger seines überall gelobten Debüts Glass Swords, das schon seit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung als Maßstab für „maximale elektronische Musik“ gilt. Eine zugegebenermaßen seltsame Beschreibung, die aber einfach nur die Mischung aus Crunk, Dubstep und IDM meint. Man könnte es auch einfach auf den Begriff Trap runterbrechen, aber der wird den außergewöhnlichen Strukturen und Klängen Rusties wohl gemessen an seinen Nachzüglern nicht gerecht.

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Review: Mono/Poly – Golden Skies

MonoPoly - Golden Skies

Aufschrei im Paradies: Das Label, dem Zolin zuvor niemals ein schlechtes Album zugetraut hätte, hat mit Matthewdavids In My World tatsächlich ein Album von minderer Qualität veröffentlicht. Was folgte war zunächst eine Sinnkrise: „Wie soll es weitergehen? Folgen jetzt mehr von dieser Sorte? Könnte das kommende Album von Labelpapa Flying Lotus etwa auch eine Enttäuschung werden? Und wieso hat der auf seinem Cover überhaupt ein Baby in der Hand?“ Nun soll also ein gewisser Mono/Poly den Karren aus dem Dreck ziehen. Ganze vier Jahre nach seinem Signing erscheint nun sein Labeldebüt Golden Skies, ob das Erscheinen gerade jetzt ein Zufall sein mag? „Doch wer ist dieser Mono/Poly überhaupt?“, werden jetzt sicherlich viele fragen. Es ist das Alias des aus L.A. stammenden Beatproduzenten Charles Dickerson, der unter anderem Thundercats grandioses letztes Album und damit Songs wie  Heartbreaks + Setbacks mitproduzierte sowie Thom Yorke, Erykah Badu und selbstverständlich Flying Lotus persönlich zu seinen Verehrern zählt. Das sollte zumindest ein paar Fragen zur Person für’s erste klären.

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