Schlagwort-Archiv: Funk

Review: Tony Allen – Film Of Life

Tony Allen - Film Of Life

Die Zusammenstellung einer Band lässt sich ungemein gut mit dem Cast eines Films vergleichen. Es sind vor allem Hauptdarsteller wie Gitarristen und Sänger, die Zuschauer durch ihren Aktionismus fesseln und locken, doch trägt der Schlagzeuger dieselbe Verantwortung wie der Erzähler, ohne dessen dezentes Dazutun die Handlung des Films nicht voranschreiten oder Sinn ergeben will. Wenn Tony Allen in diesem Vergleich eine Rolle innehätte, so wäre er wohl der Morgan Freeman unter den Erzählern, er könnte selbst aus Aufnahmen von stolpernden Pinguinen einen Hauch Magie und Story herauskitzeln. Sein Ruf des besten Drummers aller Zeiten bekam Herr Allen nicht von ungefähr; Fela Kuti, seines Zeichens „The Black President“ und der Erfinder des funk-explosionsartigen Afrobeat-Genres, kürte ihn zu seinem Ritter der Percussion. Unter der jahrelangen Kooperation mit ihm schliff der Schlagzeuger sein Handwerk an der technischen und rhythmischen Komplexität der Poly-Rhythmik, die sowohl in all ihren gemeinsamen Werken wie auch in Film of Life, dem zehnten Album des Schlagzeug-Hexenmeisters, eine zentrale Rolle spielt.

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Review-Runde: Busdriver, The Asteroids Galaxy Tour, Odesza, Earth

19.5

Hach ja, schon wieder Review-Rundenzeit. Da ist doch bestimmt der ein oder andere Hit dabei, oder? Selbstverständlich, denn in dieser Review-Runde sind besonders viele, die vor Hitpotential nahezu überströmen, ohne dass die Akteure hinter eben diesen Platten wirklich große Aufmerksamkeit genießen. Ausgenommen davon sind natürlich die Doom-Band Earth, denn was soll Doom denn schon Hitpotential heißen? Dass da vielleicht jemand singt? Das bieten Earth nun sogar auch! Vielleicht sollte man das mit dem Hitpotential bei Doom nochmals überdenken…

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Video der Woche: Thundercat – Tron Song

Nicht nur die Wahl zum besten Video der Woche, sondern obendrein auch noch der Preis für das mit Abstand seltsamste Video seit langer Zeit geht wohl diesmal an Thundercat. Im Rahmen der Reihe „$5K Videos“ produzierte er gemeinsam mit dem US-amerikanischen Comedian Eric Andre ein Video zu Tron Song von seinem im letzten Jahr erschienen Zweitling Apocalypse, bei dem es einzig und allein um die große Liebe seines Lebens geht: Seine Katze Tron.

Als Budget hatten die beiden nach den Regeln der Reihe nur 5000 Dollar zur Verfügung und dementsprechend trashig fällt das Video auch aus. Man sieht Thundercat beispielsweise in einer Saiyajin-Uniform in einem Katzenklo suchend oder mit einem Polizisten debattierend, der dann, wie auch Thundercat von den herzförmigen Augen seiner Katze Tron hypnotisiert wird. Alles scheint so unheimlich bizarr und absolut verkehrt zu sein, dass einem vor lauter Kopfschütteln Kleinigkeiten, wie die Tatsache, dass Thundercat seinen Bass immer mal wieder falsch herum spielt, erst gar nicht auffallen. Am besten schaut man sich das Video aber einmal selbst an, um sowohl die Wunderlichkeit als auch Anerkennung nachempfinden zu können.

Review: Jungle – Jungle

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Es begann alles letzten Sommer, als das damals noch völlig unbekannte Duo von Jungle mit dem äußerst tanzbaren Track Platoon und einem großartig bewegungsansteckenden Musikvideo auf sich aufmerksam machte. Darin zu bestaunen gab es ein kleines 6-jähriges Mädchen, das meisterhaft mit heftigsten Breakdance Moves posierte. Nicht lange dauerte es, da scharrten sich bereits haufenweise wissbegierige Musikblogs um die zu diesem Zeitpunkt noch anonyme Band, welche den Durst nach Antworten vorerst mit ihren geheimnisvollen Namenskürzeln „J“ und „T“ zu stillen wusste. Mit diesem Spielchen machten sich Jungle natürlich umso interessanter und schon war der Grundstein an Marketingstrategie gelegt, um seit jeher in immer größer werdende Wellen des Hypes auszuschlagen. Mittlerweile glaubt man zu wissen, dass die Briten Josh Lloyd-Watson (“J”) und Tom McFarland (“T”) dafür verantwortlich sind. Dem Hype und den vorläufigen Singles nach zu urteilen, musste ihr nun endlich veröffentlichtes Debütalbum, dessen Titel dem Bandnamen nachempfunden ist, ohne jede Frage die Tanzplatte des Jahres werden.

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Findling #7: Steve Arrington, Sophie, Dexter

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Wer hat schon gerne schlecht gelaunten Nachwuchs? Da versorgt man ihn doch lieber gleich mit Endorphin-Granaten. Für Zolin bedeutet das natürlich vor allen Dingen, dass der Findling etwas geboten bekommt. Und das bekommt er in Form des funky Steve Arrington, der einzigartigen Sophie und dem smoothen Dexter tatsächlich. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es ihm auch gefallen wird.

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