Schlagwort-Archiv: Death Grips

Die besten Alben des Jahres 2015: 30-21

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Während die Kollegen von Pitchfork und Tiny Mixtapes heute bereits ihre gesamte Liste der besten Alben des Jahres veröffentlicht haben, will sich Zolin weiter etwas Zeit lassen. Gut Ding will Weile haben. Und manche Phantasie-Internetwesen haben schließlich auch noch ein Privatleben. Würglich jetz‘. Also tastet sich Zolin langsam aber bestimmt an die Top 10 vor und nimmt sich nach den Ausgestoßenen nun der Plätze 30 bis 21 an.

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Review: Death Grips – Jenny Death

Death Grips - Jenny Death

Ein bestimmtes Wort liegt einem seit dem Erscheinen des lange angekündigten und erwarteten Jenny Death auf den Lippen, immer wenn dieses Album zur Sprache kommt. Jenes Album, das als Schlussstrich unter eine Diskographie, man muss es so sagen, beworben wurde, welche sich Schritt für Schritt weiter ins Extrem steigerte. Auf jedem Release noch mehr Gewalt, noch mehr Paranoia, noch mehr totale Verweigerung von all dem, was gut und schön und richtig ist auf dieser Welt. Mit The Money Store wurden sie zum wuchtigsten, radikalsten, innovativsten Wutausbruch auf einem Majorlabel seit Rage Against The Machine. Dass Death Grips diesen nicht eben feinfühlig auflösen (unabgesprochenes Leaken des Albums, Veröffentlichung von Geschäftsinterna unter der Überschrift HAHA FUCK YOU auf Facebook, Zach Hills Schwanz): Geschenkt. Dass sie sich bei Auftritten gelegentlich spontan von einem iPod vertreten lassen: Lässt man durchgehen. Weil die Band einem stets das Gefühl gab, mehr zu sein als nur das. Death Grips verkörperten eine Form von Aggression, die wie die Faust in die Fresse in diese mit reichlich Irrsinn ausgestattete Zeit passte. Passte? Passt muss es jetzt wieder wohl heißen. Man löst sich auf, sagt spontan die halbe Tour ab, kündigt aber noch ein letztes abschließendes Werk an. Der Hype köchelt eine Weile vor sich hin, man wirft zwischendurch ein paar halbgare Instrumentals in die Menge, um den Pöbel bei Laune zu halten, lässt die Fans noch eine Weile in der Luft hängen, ob es denn überhaupt kommt und kündigt dann schließlich zum Release eine neue Tour an. Offenbar hört man doch nicht auf, trotz der die Auflösung begleitenden Worte „We are yet at our best“.

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Review: Death Grips – Fashion Week

death grips - Fashion Week

Schon gleich zu Beginn des neuen Jahres eine der abschließenden Aussagen des vergangenen Jahres revidieren zu müssen, zeugt meistens von tadelwürdiger Uninformiertheit oder Verwirrung seitens des Aussagestiftenden – es sei denn, es handelt sich beim Subjekt um Death Grips, gleichermaßen der feuchte Traum eines jeden Musik-Anarchisten wie auch der Albtraum eines jeden Musikjournalisten; wenn sich bezüglich dieser musikalischen Jihadisten um Hella-Drummer Zach Hill, den Produzenten Flatlander und ihrem sprengstoffgefüllten Sprachrohr Stefan Burnett falsche Aussagen finden lassen, so kann man mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass diese von der Gruppe erwünscht und dementsprechend verzeihbar sind. Nachdem sie sich Ende letzten Jahres mit einer handgeschriebenen Abschiedsbotschaft auf einer Serviette vom Radar entfernten, setzte die ausgeprägt medienkritische Band ausgerechnet einen Tweet ab, der die angebliche Auflösung in ein zweifelhaftes Licht rückt – ob dieser nun ernst zu nehmen sei, war lange zu bezweifeln. Nun steht jedoch mit Fashion Week ihre mal wieder unerwartete Flaschenpost in den Startlöchern, und der Inhalt dessen ist wie immer – welch Überraschung! – ein Mittelfinger an alle.

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Die besten Alben des Jahres 2014: 30-21

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Endlich geht’s an’s Eingemachte. Die 30 besten Alben des Jahres. Doch natürlich nicht alle zusammen, das wäre ja langweilig. Das erste der drei Häppchen gibt’s jetzt, die anderen folgen nach und nach. Aber so viele gute Alben muss man ja auch erstmal in Ruhe sacken lassen und falls noch nicht geschehen, schnell nachhören. Denn neben offensichtlichen Highlights des Jahres wie Swans, Cloud Nothings oder Damon Albarn sind beispielsweise auch unbekanntere Perlen von Posse, Carpet Patrol und Dirty Beaches dabei. Zolin wünscht viel Spaß beim entdecken.

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Review: Death Grips – Niggas On The Moon

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…und dann kamen Death Grips. Gegen jede Regel und alle Konventionen bezüglich Labels, Release-Dates oder Fan-Erwartung. Ob frustrierendes Warten auf Rückerstattung der Ticketgelder wegen spontan abgesagter Gigs oder völlig ausartende Euphorie ob der Unmengen an Energie, die dann bei einem tatsächlich stattfindenden Konzert des ominösen Trios verfeuert werden. Zach Hill, Stefan Burnett und Andy Morin trampeln sich weiter ihren ganz eigenen Pfad in der modernen Musikindustrie zurecht und nehmen dabei weder Rücksicht auf finanzielle Verluste noch auf irgendwelche gängig scheinenden Genregrenzen. Erst Mitte November 2013 hatten die drei Querköpfe ihr letztes Album Government Plates umsonst auf diversen Streaming-Portalen feilgeboten. Ohne Ankündigung, ohne Verkauf. Nun steht mit niggas on the moon schon das nächste Teilwerk in den virtuellen Regalen. Ohne Ankündigung, ohne Verkauf. Für antizipierende Fans bleibt die beständig wachsende Diskografie ihrer Idole weiterhin aufregend. Nicht zuletzt auch weil nun Björk, die isländische Ikone des Art-Pop, auf jedem einzelnen Song der acht Songs vertreten ist. In welchem Maß sie letztlich kreatives Schaffen beigetragen hat, ist unklar.  Sie selbst jedoch dazu via Facebook: „I am proud to announce my vocals landed on the new Death Grips album! I adore Death Grips and I am thrilled to be their „found object“!“. Das Ganze stellt zu diesem Zeitpunkt jedoch nur die erste Hälfte eines ganzen Doppelalbums mit dem Titel The Powers That B dar. Noch dieses Jahr wollen Death Grips die zweite Hälfte mit dem Titel Jenny Death veröffentlichen. niggas on the moon liefert derweil den ersten Teil der Saga.
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