Schlagwort-Archiv: Björk

Die Videos des Jahres 2015 – Die erste Hälfte

videos141

Auch wenn in diesem Jahr nicht mehr so oft das Video der Woche gekührt wurde, hat Zolin es in dieser Zeit natürlich nicht versäumt sich JEDES (naja, fast) Musikvideo anzuschauen, dass auf YouTube, Vimeo und StudiVZ geworfen wurde. Viel Schund war natürlich dabei, aber eben auch diese zehn wunderbaren Videos. Obwohl, erstmal mit der Ruhe. Wenn es schon nur zehn(einhalb) Videos sein dürfen, dann muss man das selbstverständlich auch aufteilen. Die Spannung muss ja zumindest künstlich erhalten werden, wenn es in diesem Jahr schon wieder kein Ranking gibt. Aber mal ganz ehrlich, dafür sind die Videos auch wieder einfach zu unterschiedlich. Schließlich haben wir surreale Danceperformances von Childish Gambino, Hood-Poesie von Kendrick Lamar und in der Luft schwebende Kois dabei. Wer will da schon hierarchisieren?

Die Videos des Jahres 2015 – Die erste Hälfte weiterlesen

Video der Woche: Björk – Family

Bereits Mitte Januar veröffentlichte Björk ihr neuntes Solo Album Vulnicura – und das obwohl das Release erst für Mitte März angekündigt war. Zumindest mit der Veröffentlichung einer physischen Version des Album ließ sie sich dann aber doch noch Zeit. Ob das letztendlich noch Auswirkungen auf die tatsächliche Hülle hatte, kann man zwar bezweifeln, dennoch ist das Artwork der Deluxe Edition besonders schön ausgefallen. Im Gegensatz zum Standard Cover sehen wir nämlich eine animierte, quasi schmelzende Björk in einer Yoga Position auf einem Stein gebettet. An ihrem Herzen ein direkter Zugang zu diesem. Sprich die perfekte Visualisierung und Zusammenfassung eines sehr ehrlichen und fast reinigend wirkenden Albums.

Wieso an dieser Stelle ein Aufriss zu Björks Album Cover steht? Weil für den von Haxan Cloak produzierte Track Family das Albumcover als Video animiert wurde und die gesamte Geschichte des Covers eindrucksvoll erzählt. Es abstrahiert Björks Leben nach der Trennung von ihrem Ex Matthew Barney: Zunächst ist sie gefesselt auf einem Stein in nahezu vollständiger Finsternis mit einem Riss auf ihrem Herzen. Nach und nach erhellt sich ihre Umgebung und aus ihrem Herzen strömt Plasma, sodass sie sich von dem Stein lösen kann. Der Herzriss wird mit fortschreitender Videodauer indessen immer mehr zugenäht, bis Björk am Ende vollständig regeneriert aufsteht.

Review: Death Grips – Niggas On The Moon

death grips niggas on the moon

…und dann kamen Death Grips. Gegen jede Regel und alle Konventionen bezüglich Labels, Release-Dates oder Fan-Erwartung. Ob frustrierendes Warten auf Rückerstattung der Ticketgelder wegen spontan abgesagter Gigs oder völlig ausartende Euphorie ob der Unmengen an Energie, die dann bei einem tatsächlich stattfindenden Konzert des ominösen Trios verfeuert werden. Zach Hill, Stefan Burnett und Andy Morin trampeln sich weiter ihren ganz eigenen Pfad in der modernen Musikindustrie zurecht und nehmen dabei weder Rücksicht auf finanzielle Verluste noch auf irgendwelche gängig scheinenden Genregrenzen. Erst Mitte November 2013 hatten die drei Querköpfe ihr letztes Album Government Plates umsonst auf diversen Streaming-Portalen feilgeboten. Ohne Ankündigung, ohne Verkauf. Nun steht mit niggas on the moon schon das nächste Teilwerk in den virtuellen Regalen. Ohne Ankündigung, ohne Verkauf. Für antizipierende Fans bleibt die beständig wachsende Diskografie ihrer Idole weiterhin aufregend. Nicht zuletzt auch weil nun Björk, die isländische Ikone des Art-Pop, auf jedem einzelnen Song der acht Songs vertreten ist. In welchem Maß sie letztlich kreatives Schaffen beigetragen hat, ist unklar.  Sie selbst jedoch dazu via Facebook: „I am proud to announce my vocals landed on the new Death Grips album! I adore Death Grips and I am thrilled to be their „found object“!“. Das Ganze stellt zu diesem Zeitpunkt jedoch nur die erste Hälfte eines ganzen Doppelalbums mit dem Titel The Powers That B dar. Noch dieses Jahr wollen Death Grips die zweite Hälfte mit dem Titel Jenny Death veröffentlichen. niggas on the moon liefert derweil den ersten Teil der Saga.
Review: Death Grips – Niggas On The Moon weiterlesen