Schlagwort-Archiv: Action Bronson

Live-Review: Action Bronson in Köln (25.09.2015)

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Action Bronson ist ein Phänomen. Wer auch nur eine Folge »Fuck, that’s delicious« gesehen hat, wird bestätigen können, dass das Schwergewicht mit dem roten Rauschebart eine kaum sympathischere Ausstrahlung haben könne, aber eben auch unberechenbar ist. Während Action Bronsons Konzerten kann alles passieren. Es wäre z.B. nicht das erste mal, dass ein Zuschauer sich eine Faust fängt oder Bronsolino ein Konzert abbricht, da er spontan Lust auf einen Snack aus dem benachbarten Imbiss bekommt. So ist auch zu erklären, dass die Zuschauer in der ausverkauften Kölner Essigfabrik mit einem Dauergrinsen geduldig auf ihren Mr Wonderful warteten.

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Videos der Woche: Action Bronson & Chance The Rapper//Run The Jewels & Zack De La Rocha


Action Bronson – Baby Blue (Feat… von Blak_Music_First

Ganz großes Bronsolini-Kino. Mit dem Release seines Debüt-Albums Mr Wonderland haut Riesenbaby Action Bronson diese Woche auch gleich mal das Musikvideo zur hitverdächtigen Soul Single Baby Blue raus. Nicht nur der Track, produziert von Mark Ronson und gefeatured von Chance The Rapper, ist einsame Spitze, sondern auch die visuelle Hommage an den Eddie Murphy Klassiker Coming To America (oder in unseren Breitengraden bekannt als Der Prinz aus Zamunda) ist liebevoll und wunderbar ästhetisch umgesetzt. Unter Regie von Lil Chris reist Bronson in die 80er und bedient gleich mehrere Rollen – angefangen als Coiffeur wird Action Bronson zum schleimigen Sänger der Band Sexual White Chocolate, die bei der Albanien Awereness Week musiziert und legt schließlich als Imbissverkäufer im Schottendresss einem Verbrecher das Handwerk.

Um Verbrechensbekämpfung geht’s auch in dem zweiten Video der Woche, nur dass der Ansatz ein gänzlich anderer ist. Statt zugegebenermaßen unthaltsame Stereotypen aufeinander prallen zu lassen, sehen wir in dem schwarz/weiß gehaltenen Video zu Run The JewelsClose Your Eyes (And Count To Fuck) einen intensiven – vielleicht sogar DEN intensivsten – Kampf zwischen zwei Archetypen, den man je in einem Musikvideo gesehen hat. Ein Polizist, übrigens dargestellt von Boardwalk Empire/True Detective-Darsteller Shea Whigham, und ein Zivilist gehen aufeinander los. Wieso? Nicht genau geklärt, genauso wenig wie die Schuldfrage. Und genau das ist auch das interessante: Was macht der Zuschauer draus? Ist es der rassistische Cop? Der kriminelle, schwarze Jugendliche? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Der Zuschauer.

Die besten Tracks des Jahres 2014

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Kommen wir nun zur Individual-Disziplin. Neben Alben, Mixtapes und Videos gab es dieses Jahr natürlich ebenfalls herausragende Lieder. Eine ausführliche Auswahl dieser Songs ist bei Spotify zu finden, die besten wurden von Zolinho höchstpersönlich zu einem fast anderthalbstündigen Fest der Volksmusik zusammengetragen. Eine qualitative Abfolge und damit DEN Song des Jahres gibt’s zwar nicht, aber hey, jeder Song ist der Song des Jahres gegen Helene Fischer und Andreas Bourani.

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Video der Woche: Action Bronson – Easy Rider

Nach all den schwierigen Entscheidungen, welches Video denn nun das beste der Woche ist, lautet die Frage dieses Mal eher, wie kann man ein anderes Video als Action Bronsons Easy Rider zum Video der Woche küren? Das Video ist einfach mal in allen Belangen überlegen: Gitarrensolos, Motorräder und Barschlägereien. JEAH!

Von dem unfassbar krassen Song mal ganz zu schweigen. Der wurde mal wieder von Party Supplies produziert, die für Bronsolini ja auch für seine Blue Chips Mixtapes die Beat-Untermalung geliefert haben. Mhm, vielleicht haben wir hier tatsächlich schon den Beat-, Track- und das Video des Jahres. Falls nicht, wurde die Messlatte aber schon verdammt hoch gelegt.