Die besten Technoalben 2015

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Du hast auch genug von schlechter elektronischer Musik beim Feiern? Hey, dann weiß Zolin genau was du jetzt brauchst! Die besten fünf Techno Alben des Jahres natürlich. Wobei Techno auch in diesem Jahr wieder als dehnbarer Begriff inklusive House herhalten muss. Aber a) hört sich Techno nicht so wack wie House an und b) hat unser lieber Grafiker ja auch nur begrenzt Platz auf seinen wunderschönen Bildchen. Also nicht gleich wütend werden, werte Genre-Polizei!

5. Dave DK – Val Maira


Es bleibt dabei. Was auf Kompakt veröffentlicht wird, geht direkt ins Herz. Zumindest solang man ein Freund der elektronischen Tanzmusik ist. Nun ja, Tanzmusik trifft ganz sicher aber nicht auf Dave DKs neues Album Val Maira zu. Es ist viel eher ein Ambient Album mit gesundem Wumms. Sprich, eher nur zum Genießen, unkontrollierte Ausfallschritte sind zwar nicht ungewollt oder gar unmöglich, werden aber auch nicht aktiv gefördert. Dafür sorgt das breite, sphärische Arrangement der Tracks, das einen durchaus schon Mal in den Ohrensessel drücken kann. Denn da kann man Val Maira am besten genießen.

4. Glenn Astro – Throwback


Glenn Astro in diesem Ranking aufzuführen, ist schon ein gewagtes Unterfangen. Die Kollegen von Resident Advisor gehen gar so weit Glenn Astros Debüt Throwback als HipHop zu kategorisieren. So weit würde Zolin zwar nicht gehen, ganz abzustreiten sind die HipHop Roots auf Throwback aber nicht. Das zeigt sich vor allem durch die Samplevielfalt. Trotzdem macht genau dieser Sachverhalt es zu einem gar klassischen Deep House Album. Man denke nur einmal an die Klassiker der Detroiter Houseszene: Moodymann, Kevin Saunderson oder Theo Parrish. Allesamt sind zumindest an den HipHop angelehnt und auch nicht ein Genreexperte würde sie als HipHop bezeichen. Könnt ihr Staiger fragen.

3. Lakker – Tundra


Lakkers neues Album Tundra verdient seinen Namen. Erst kommt ein droniger Eissturm und zieht den Hörer ganz nah zu sich und friert einen ein, damit man auch ja nicht weghören kann, dann sorgen auch schon die unterkühlten Drums und Samples dafür, dass man langsam in dieser nordischen Schönheit eingeht und man glatt gerne in seinem Kosmos gefangen scheint. Für das Sprießen kleiner Hoffnungspflänzchen in Form von unbeschwerten Tanzeinlagen bleibt angesichts solcher Bedingungen selbstverständlich kein Platz, doch es kann ja auch nicht immer alles eitel Sonnenschein sein.

2. Mumdance & Logos – Proto


Kommen wir nun zu einem weiteren Genre-Bender. Vielleicht sogar DEM Genre-Bender des Jahres. Mumdance hat mit 1Sec nämlich mal eben so den freshesten Grime Track seit einer gefühlten Ewigkeit abgeliefert und in Zusammenarbeit mit Logos einen von hartem Industrial geprägten Techno-Langspieler namens Proto veröffentlicht. Prototypisch sind auf dem Album erneut die harte Sampleweise von Mumdance, die mittlerweile fast so etwas wie sein Markenzeichen geworden ist. Dazu kommen zwar noch weichere Synths, doch auch diese können an der harten Ganzweise von Proto nichts mehr ändern. Und gerade das ist perfekt so.

1. DJ Richard – Grind


Du willst Four Tet, Pantha Du Prince und Boards Of Canada auf einer Platte? Ok, mag vielleicht im ersten Moment wie Schokolade, Gummibärchen und Chips klingen, funktioniert in der Praxis aber viel besser und bereitet vor allen Dingen auch weniger Bauchschmerzen. Der auf Dial gesignte DJ Richard liefert mit Grind ein auf so viele Weise unterschiedliches, aber in sich trotzdem geschlossenes Album ab, dass man einzig bei der Tatsache, dass dieses Album so unbekannt blieb, Bauchschmerzen bekommt.

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