Jahresabschluss 2013

Da ist es. Das Ende. 2013. Nur, was ist uns geblieben? Die Einsicht, dass kein Marketing wie im Falle Beyoncé das Marketing von morgen ist und sich nur noch so Verkaufserfolge erzielen lassen und dass selbst eigentlich wasserdichte Erfolgsschlager wie Lady Gagas drittes Album Artpop floppen können? Ein Jahr jedoch nur auf diese wirtschaftlichen Fakten zu beschränken, würde der Vielfalt an guten Alben kein Stückchen gerecht werden. Denn neben den im letzten Monat aufgezählten besten Alben des Jahres haben sich auch einige junge Bands hervorgetan, die in diesem Jahr endlich ihr Debüt und/oder Durchbruchsalbum veröffentlichen könnten. Daher lohnt sich nach dem ganzen Jahresrückblicken endlich mal wieder ein Blick nach vorne.

Nach vorne Schauen lohnt sich beispielsweise besonders bei der österreichischen Band Bilderbuch. Sie veröffentlichten zwar schon zwei Alben, mit ihrer letztes Jahr erschienenen EP Feinste Seide gehen sie aber in eine ganze andere Richtung als mit ihren bisherigen Alben. Wenn das kommende Album nämlich tatsächlich die Qualität der EP halten kann, dann steht uns endlich das deutschsprachige Äquivalent zu Metronomy bevor. Wo wir gerade schon bei Metronomy sind: Deren neues Album Love Letters erscheint ja auch endlich in diesem März. Aber das nur am Rande, schnell zurück zu den Newcomern: Da wäre nämlich noch Tellavision, die uns gleich zum Jahresanfang das großartige Funnel Walk, auf dem sie Art-Pop á la Kate Bush mit Krautrock und weiteren experimentellen Einflüssen paart, präsentiert. Passend zum Valentinstag folgt dann auch Polymono, das Debüt von dem Großmeister des Loops, Helmut.

Weitere Hochkaräter im Januar sind außerdem noch die neuen Alben von Marteria, Warpaint, Broken Bells und Ja, Panik. Außerdem kann man sich im Verlaufe des Jahres noch auf neue Alben von Beck, The Notwist, Frank Ocean, TV On The Radio, Flying Lotus und Kanye West freuen! Die dunklen Zeitgenoßen sparen da lieber schon mal ihr Geld für die kommenden Werke von Woods of Desolation, Alcest und Wolves In The Throne Room. Dazu kommen natürlich noch die „Beyonc’esque“ veröffentlichten Überraschungsalben. Aber naja, eigentlich mag doch jeder Überraschungen, oder?

PS: Putin scheint auch ein so großer Fan des DJ Koze Artworks zu sein, dass er es nachstellte. Verrückt!

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