Die Enttäuschungen des Jahres 2012

Beim schreiben dieser Zeilen kullert Zolin eine dicke Krokodilsträne über die Wange. All diese Alben erschienen mit solch großen Erwartungen und konnten diese nur zum Teil oder sogar gar nicht erfüllen. Was bedeutet das? Richtig, hier die Enttäuschungen des Jahres.

5. Bloc Party – Four

Stefan Raab würde nach dem Hören von Bloc Partys Four bestimmt fragen: „Was war da denn los?„. Zu viel Rückbesinnung und zu wenig Innovation? Irgendetwas dazwischen muss es wohl gewesen sein. Kein schlechtes, aber für Bloc Party-Verhältnisse ein merkwürdigerweise sehr mittelmäßiges Album. Da wäre doch viel mehr drin gewesen. Zumal sich die Jungs jetzt auch wieder besser verstehen und die Missverständnisse scheinbar aus dem Weg geräumt sind.

4. JJ DOOM – Key to the Kuffs

Ein Track. Ein einzelner Track, für den es sich lohnt, Key to the Kuffs zu hören. Ein einzelner Track, bei dem man merkt, dass hier der MC rappt, der einst Alben wie Madvillainy eingespittet hat. Bis auf Gov’nor hat sich Doom hier wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Das Album ist zwar keine Komplettkatastrophe, aber einfach langweilig. Sollte bei einem Album des Kalibiers Doom nicht vorkommen.

3. Die Antwoord – Ten$Ion

2010 erschien da dieses Debut dieser klitzekleinen Band aus Südafrika, die im Rahmen der Fußball Weltmeisterschaft ein bisschen Ruhm und Hype für sich gewinnen konnte. $o$ war ein wunderbar abgefahrenes HipHop Album und lies für den Die Antwoord Zweitling Ten$Ion Großes erwarten. Was folgte war nur ein lauer Aufguss der alten Songs mit weniger „Next-Level-Beats“ und dafür konventionelleren Songstrukturen. Die bescheidenere Qualität ihres Albums haben Die Antwoord dann wenigstens durch ihre grandiosen Videoauskopplungen relativiert.

2. Deichkind – Befehl von Ganz Unten

Befehl von Ganz Unten ist mit Sicherheit das schlechteste hier aufgeführte Album. Nicht, dass die letzten beiden Deichkind Alben wesentlich besser sind, nur waren sie ihrer Zeit deutlich origineller. Das Album wirkt ein wenig so, als ob es eher von der Plattenfirma zusammengeschustert wurde, anstatt von einer Band, die einst immer wieder durch neue Konzepte begeistern konnte.

1. Air – Le Voyage Dans La Lune

Die bisher aufgefühten Enttäuschungen sind gegen diese Enttäuschung nur ein Witz. Air, eine Band, die seit Bestehen nur Meilensteine veröffentlicht hat, leistet sich mit dem ersten Album seit drei Jahren einen groben Fauxpas. Das Album besteht größtenteils nur aus uninspiriertem Blubbern. Das kann auch nicht der gelungene Gastbeitrag von Beach Houses Victoria Legrand ändern. Wenigstens ist das Album nach gerade mal einer halben Stunde schon zu Ende. Einzig der beigelegte 100 Jahre alte Kurzfilm rettet das Album vor der unnacharmbaren Schmach.

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