Die besten Mixtapes 2012

Chyüah, jetzt wird rasssssssiert! Die fünf besten Mixtapes des Jahres. Eine buntere Mischung könnte es gar nicht sein. Wir haben einen offenbacher Gangster, ein geheimes Projekt von jemandem, der sonst nur für Beats verantwortlich ist, den Inbegriff von aggressiver Musik, eine streitsüchtige junge Dame und einen Rapper, der eigentlich gar nicht so innovativ ist. Und all das gibt’s kostenlos im Netz.

5. Death Grips – NO LOVE DEEP WEB

Kann man NO LOVE DEEP WEB nun als Mixtape klassifizieren oder nicht? Schwierige Sache, schließlich war das Teil eigentlich als zweites Album auf ihrem ehemaligen label Epic gedacht, bis sich die Jungs um Zack Hill dazu entschieden, das Teil einfach mal so ins Internet hochzuladen und einen Penis als Cover zu benutzen. Was folgte war ein öffentlicher Rosenkrieg mit dem Label, welches das Cover und die Veröffentlichungsweise wohl nicht ganz so cool fand. Obwohl ein harter Penis doch so gut zu der Musik passt.

4. Captain Murphy – Duality

Was wurde doch rumgerätselt, wer sich nun hinter dem Comic-Alter Ego versteckt. Seltsam, denn die Antwort lag eigentlich gar nicht so weit entfernt. Flying Lotus hatte schließlich schon mehrmals in Interviews verkündet, ein Mixtape als Rapper aufnehmen zu wollen. Gut, dass er es letztendlich getan hat, denn rappen kann er ebenfalls. Dass seine Beats premium sind, sollte ja ohnehin nicht zur Debatte stehen.

3. Haftbefehl – The Notorious H.A.F.T.

Kommt darauf mal klar: Hafti zusammen mit der ersten Riege der deutschen HipHop Producer. Mit dabei sind unter anderem Suff Daddy, Dexter, V.Raeter oder Torky Tork. Weder konnte ein deutsches Mixtape die Messlatte höher als The Notorious H.A.F.T. legen, noch wird das in Zukunft der Fall sein. Zumal das Teil nur als Gimmick zur Splash-Mag erschienen ist. Chabos wissen eben, wer der Babo ist.

2. Azealia Banks – Fantasea

Keine andere Person verdient den Titel „Queen of Beef“ dieses Jahr so sehr wie Azealia Banks. Bevor sie mit reichlich Verspätung endlich ihr dopes Mixtape Fantasea rausgebracht hat, hat sie sich nochmal ordentlich in der Szene unbeliebt gemacht. Das ist aber zum Glück für Fantasea wurscht, denn die Linie, die sie schon seit dem Beginn ihrer Karriere fährt, geht sie hier konsequent weiter. Auch mit tatkräftiger Unterstüzung von Produzenten wie Diplo, Hudson Mohawke, Machinedrum oder Lunice.

1. Meyhem Lauren – Respect The Fly Shit

Gegen all diese Exemplare mit bewegender Hintergrundstory, ist Respect The Fly Shit mit Sicherheit das Unspektakulärste. Und das Beste. Vielleicht ist das auch gerade der Grund. Es braucht halt nicht immer brisante Hintergrundgeschichten zu neu veröffentlichten Mixtapes zu geben, um diese in die Öffentlichkeit zu rücken. Meyhem Lauren spittet die Tracks sehr klassisch ein und wird dabei mit Beats von Harry Fraud und Tommy Mas beliefert. Schmeckt so gut wie der Hummer, den Meyhem Lauren auf dem Cover verspeist.

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