Die besten Alben des Jahres 2012: 20-11

Und weiter geht es mit den besten Alben des Jahres. Auf den Plätzen 20 bis 11 tummeln sich Vertreter allerhand verschiedener Genres. Von der besten und speziellsten deutschen Hardcore Band, über eine nicht James Blake ähnliche, aber trotzdem gelungene Fusion von Dubstep und Pop, bis hin zu instrumentalem Hiphop, der mal so gar nicht nach seinem Entstehungsland klingt.

20. Bat For Lashes – The Haunted Man

Eigentlich war’s ja nicht anders zu erwarten. Nach zwei grandiosen Alben veröffentlicht Natasha Khan, besser bekannt als Bat For Lashes, mit The Haunted Man ein weiteres tolles Album, welches dem Hörer Pop in seiner feinsten Form serviert. Quasi oben drauf bekommt der Käufer dieser CD sogar noch das beste Artwork des Jahres. Wen das kalt lässt, verschenkt zu Weihnachten Unheilig Special Edition CDs!

19. alt-J – An Awesome Wave

Dieses Album und damit Alt-J sind vor nicht allzu langer Zeit vollkommen zu recht mit dem renomierten Mercury Price ausgezeichnet worden. Auch wenn diese Hipster Dreiecks-Polemik langsam auf den Sack geht, ist an dem Album selber eigentlich gar nichts hipsterig. Tatsache ist nämlich, dass An Awesome Wave ein wirklich ungewöhnliches Album ist, zu dem es gar nicht mal so einfach fällt, Vergleiche zu finden.

18. Godspeed You! Black Emperor – Alleujah! Don’t Bend Ascend

Wer hätte gedacht, dass es jemals noch zu einem weiteren Godspeed You! Black Emperor Album kommen könnte und vor allen Dingen, dass es so verdammt gut werden würde. Nach all den Post-Rock/Black Metal Experimenten im letzten Jahr tut es doch mal wieder gut, ein Album kredenzt zu bekommen, welches endlich mal wieder das Label Post-Rock verdient hat.

17. Hans Unstern – The Great Hans Unstern Swindle

The Great Hans Unstern Swindle, große Poesie und Scharlatanerei vereint. Musikalisch dem Song verpflichtet, und doch durch Selbstgebautes à la Harry Partch auch an anderen Ufern unterwegs. Für den Bienenjäger jetzt schon ein Klassiker, fragt es sich, was danach noch kommen soll. Viele Zeilen werden uns Jahre lang begleiten. „Jeden Tag eine andere Sauerei Mensch.“ sagt ein Kind in Unbenannte Datei. Danke dafür!

16. Chromatics – Kill For Love

Auch 2012 kamen wieder unendlich viele Dream Pop Alben auf den Markt. Die Highlights waren mit Sicherheit Beach House und Chromatics. Wieso die Wahl für den Jahrespoll letztendlich auf letztere viel, ist eigentlich ganz einfach: Während Chromatics mit ihrem Album Kill For Love einen Schritt nach vorne gegangen sind, haben Beach House mit Bloom wahrlich nicht das Rad neu erfunden. Außerdem mag doch wohl jeder den Drive Soundtrack!

15. Suff Daddy – Suff Sells

Suff Sells. Der hörbare Beweis, dafür und dass deutsche Beats sich schon längst nicht mehr hinter den amerikanischen verstecken müssen. Obwohl Suff Sells sage und schreibe 29 Tracks beinhaltet, kann man diese Aussage bereits nach spätestens zwei Liedern unterschreiben. Außerdem soll Suff Daddy aus der selben verschlafenen, westlichen Hood wie Zolin stammen. Wenn das mal nichts ist!

14. Death Grips – The Money Store

Dass Death Grips das Streitthema des Jahres waren, steht sicherlich außer Frage. War ihr Signung bei Epic nur Inszenierung, um dann die beiden folgenden Alben des Jahres noch mehr zu zelebrieren? Für die Musik selber ist dies sicherlich wurscht, denn gerade The Money Store führt die Tradition ihres Debuts Exmilitary weiter: Kompromisslosen Rap.

13. Rudi Zygadlo – Tragicomedies

Rudi Zygadlos Zweitling Tragicomedies ist ein ausgesprochen seltsames Album. Endlich hatte Zolin sich damit abgefunden, dass es nicht mehr dazu kommt, dem Dubstep ein fröhliches Gesicht zu verleihen, bzw. Pop mit Dubstep so zu mischen, dass das Ergebnis nicht nach James Blake klingt. Doch da kommt Rudi Zygadlo mit einem Album daher, welches nicht nur fröhlicher, sondern auch experimenteller klingt, als all das, was man sonst von Dubstep erwartet hätte.

12. The Hirsch Effekt – Holon: Anamnesis

Kaum eine deutsche Hardcore Band hat es bisher geschafft, zwei Alben zu veröffentlichen, die zurecht Ausnahmestatus genießen. Welche andere vergleichbare Band betreibt schon so viel Aufwand, Streicher und einen Chor in einer Kirche aufzunehmen? Keine, und deswegen ist The Hirsch Effekts Zweitling Holon: Anamnesis auch eines der stärksten Hardcore Alben aller Zeiten.

11. Luk&Fil – All That Glitter Ain’t Soul

Endlich kam es mal wieder zu einem Album der Sorte All That Glitter Ain’t Soul. Nun ja, der Huss&Hodn Vergleich scheint mittlerweile ein bisschen ausgelutscht bei Luk&Fil zu sein, dennoch ist All That Glitter Ain’t Soul endlich mal wieder eine Bereicherung im Buddy-Rap. Hinzu kommen noch sehr feine Ami-Einflüsse wie Blu und fertig ist das freshste Undergroud Debut seit langer Zeit.

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