Die Enttäuschungen des Jahres

Wie jedes Jahr hat auch 2011 einige Enttäuschungen parat. Einige davon waren mehr oder weniger groß und könnten verschiedener nicht sein: Dabei ist ein Comeback-Album, aber auch das Debut Album eines gänzlich neuen Projekts. Zuvor sollte man aber festhalten, dass die folgenden Alben keinesfalls schlecht sind, sondern nur den teilweise großen Erwartungen nicht gerecht werden.

5. Feist – Metals

Bei dem Durchgang der ersten 4 Lieder erfreut man sich noch an der wunderschönen Stimme von Leslie Feist, doch dann bekommt man das dringende Bedürfnis, Speed-Brutal-Deathcore-Metal zu hören. Was ist mit Singles wie My Moon, My Man oder 1,2,3,4 passiert, die zwischen den Songs für Auflockerung gesorgt haben?

4. Foo Fighters – Wasting Light

Das härteste und beste Album der Band-Geschichte? Eher nicht. Vielmehr simple Song-Strukturen und fehlende starke Balladen wie Stranger Things Have Happened oder nach vorne preschende Songs wie Low. Eigentlich hört sich Wasting Light sogar ein wenig wie eine B-Seiten Sammlung an. Mit der Ausnahme, dass die meisten B-Seiten der Foo Fighters interessanter sind.

3. K.I.Z – Urlaub Fürs Gehirn

Irgendwie lag die Befürchtung ja nahe, dass nach 3 ausgezeichneten Alben mal ein Album kommen muss, was da nicht mithalten kann. Der interessanten Promo-Aktion und dem Robot Koch Beat zum Trotz, ist Urlaub fürs Gehirn nicht mehr als eine Überstrapazierung des bewährten Konzepts. Da wäre deutlich mehr drin gewesen.

2. Watch The Throne – Watch The Throne

„No one knows what it means, but it’s provocative. It gets the people going.“ heißt es in Niggas in Paris. Genau diese beiden Sätze beschreiben das Watch The Throne Debut perfekt. Was das gemeinsame Großkotzprojekt von Jay-Z und Kanye West jetzt sollte? Keine Ahnung. Hoffentlich produzieren sie lieber weiter alleine großartige Alben.

1. Spank Rock – Everything Is Boring and Everyone Is a Fucking Liar

Kaum jemand hätte gedacht, was der Ausstieg von xxxchange zu bedeuten hatte. Der nachgerückte Boys Noize lenkt das erst zweite Spank Rock Album in eine falsche Richtung. Es überwiegen nicht mehr die obskuren Beats, sondern solche, die man bereits 1000 Mal woanders gehört hat. xxxchange veröffentlichte dieses Jahr übrigens mit WIN WIN ein überzeugendes Solo-Debut.

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