Top 10: The Hirsch Effekt

Ideen, Gefrickelei und Tempo. Das sind die Schlagworte, um die Musik des Trios aus Hannover zu beschreiben. Mit ihrem Debut Holon: Hiberno haben sie bewiesen, dass Progressive Musik nicht immer aus den USA kommen muss. Bei Zolin sagt präsentiert Gitarrist und Sänger Nils seine 10 lieblings Alben.

10. Metallica – Ride the Lightning

Hab ich mir die Platte vor kurzem auf dem Flomarkt gekauft. Man kann über Metallica sagen was man will. Ride the Lightning und Master of Puppets sind einfach super Alben.

9. Simon and Garfunkel – Bridge Over Troubled Water

Eine meiner schönsten Kindheitserinnerung. Und The Only Living Boy in New York ist immer noch eines meiner Lieblingslieder.

8. La Dispute – Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Voltair

Textlich einfach grandios. Aus meiner jetzigen Sicht würde ich sagen, dass dort alles zu finden ist, was man über Liebe wissen sollte. Es stört mich tatsächlich, dass die Platte spielerisch nicht so super ist. Aber dennoch ist es für mich ein absolut einzigartiges und wunderschönes Album.

7. Ramones – Loco Live

Es gibt keinen Grund die Ramones gut zu finden. Dennoch habe ich diese Live Platte im Alter von 12-14 ungefähr 1253 Mal gehört. Die Ramones sind halt die Ramones. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen.

6. Captain Planet – Wasser kommt, Wasser geht

Ach ich weiß nicht…diese Großstadtlyrik von Jan Arne von Twistern hat mich irgendwie von Anfang an begeistert. Man muss Captain Planet auch live gesehen haben. Sonst packt einen die Musik und somit auch das Album nicht. Wenn ein Konzert mit „Wort auf der Brücke“ anfängt kann es nur ein guter Abend werden: „Komm lass und Leben! Vielleicht ist das alles bald schon vorbei. Ich weiß es auch nicht. Komm lass uns jetzt nicht flüchten! Sonst verpassen wir das aller beste. Egal, hauptsache wir zwei.“ Das Schlagzeug auf deren zweiten Album Inselwissen klingt einfach so behämmert, dass es nicht mein Lieblingsalbum werden kann.

5. Delbo – Haverien

Schöner kann das Verhältnis von Wort und Musik nicht sein. Und passender kann man einen Albumtitel nicht wählen.

4. Rage Against the Machine – Battle of Los Angeles

Für viele ist wohl das erste Album das wichtigste. Ich stand schon immer auf diesen coolen Hip-Hop Sound der dritten Platte. Aus heutiger Sicht finde ich die häufig ähnlichen pentatonischen Synkopenriffs ein wenig albern, aber dennoch hat diese Platte eine unfassbare Wut in sich. Der Satz „Your Anger is a gift!“ stammt zwar nicht vom Debut, aber ist genau das, wofür Rage Against the Machine meiner Meinung nach stehen und weshalb diese Band für sie für so viele Jungendliche – wie auch für mich – ein so große Bedeutung hat.

3. The Fall of Troy – Doppelgänger

Ein Freund von mir hat mir das Album als Mp3 mit auf eine CD-Rom gebrannt, weil noch Platz drauf war. Der Anfang von „i just got this symphony goin“ hat mich wie ein Strudel in seinen Bann gezogen. Der perfekte Opener für ein Album. Thomas Erak war neben Tom Morello der für mich prägenste Gitarrist. Als ich im Netz gelesen habe, dass sie sich aufgelöst haben, hab ich mich im Urlaub auf Amrum auf die Terasse gesetzt, eine Zigarette geraucht und darum getrauert, dass ich meine letzte Chance für immer vertan hab diese Band noch ein viertes Mal live zu sehen.

2. At The Drive-In – Relationship of Command

Ich habe At The Drive-In entdeckt, weil ich mir angeguckt hab, wer mit meiner langjährigen Lieblingsband Rage Against the Machine auf Tour war. Hab mir damals ein paar Titel per Napster runtergeladen und ich dachte „das ist ja ein total bescheuertes Ducheinander“. Rage Against the Machine war als ich Jugendlicher war, die einzige Band für mich. Ich war zu engstirnig um At The Drive-In zu verstehen. Ein paar Jahre später musste ich mir eingestehen, das Relationship of Commands ein großartiges Album ist. Eine unglaubliche Energie, die dort zu hören ist. Und nebenbei leider auch das einzige At The Drive-In Album was auch anständig klingt.

1. The Mars Volta – De-Loused in the Comatorium

Ich habe The Mars Volta zum ersten Mal ganz zufällig auf MTV gesehen. Bei den Latin Music Awards angekündigt von Zach de lá Rocha. Ich dachte „das ist meine neue Lieblingsband“. Ich habe mir sofort das Album gekauft und es war meine musikalische Offenbarung. Erst später habe ich gemerkt, dass dort zwei Leute von At The Drive-In spielen.

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