Review: Ghostpoet – Peanut Butter Blues & Melancholy Jam

Das Königreich Großbritannien braucht einen neuen Hiphop König. Mike Skinner von The Streets verkündete seinen Rücktritt aus der Szene, Dizzee Rascal macht nur noch Tracks mit peinlichen House Produzenten und Roots Manuva ist irgendwie in der Versenkung verschwunden. Auf einen neuen MC muss aber nicht zu lange gewartet werden. Ghostpoet verpasst mit seinem neuen Album Peanut Butter Blues & Melancholy Jam dem UK Hiphop frischen Aufwind und erweißt sich als äußerst geschickter Wortkünstler. Der 24-Jährige Ghostpoet stammt aus Coventry und zog nach London, wie es nunmal in England für Musiker Gang und Gebe ist, entweder nach London oder Bristol zu ziehen.Ghostpoet hält sich mit seinen 12 Tracks weit von den üblichen Rapklischees entfernt und orientiert sich eher an der neuen NeoDubstep Bewegung oder an neueren Künstlern wie Gonjasufi. Trotzdem ist Peanut Butter Blues & Melancholy Jam ein reines Eigengewächs und nicht wirklich als Kopie zu bezeichnen. Eher als Wundertüte mit einer Mischung aus HipHop, Indie, Dub und viel Experimentierfreude.
Ghostpoets Art zu rappen ist eine gemächliche. Man bekommt das Bild nicht aus dem Kopf Ghostpoet in einem schwarzen Van durch die Nacht von London fahren zu sehen. Aber nicht schnell, sondern gemächlich. Insbesondere Longing for the Night ist ein relaxter Schleicher, der die Vorfreude auf nächtliche Aktivitäten – nicht: schlafen – mit einem Grinsen thematisiert. Aufjedenfall ist damit klar, das Ghostpoet anders ist. Er bringt Bewegung in das, was sich Leben nennt.

1. One twos
2. Run run run
3. Us against whatever ever
4. Finished I ain’t
5. Longing for the night
6. Yeah pause
7. I just don’t know
8. Survive it
9. Gaaasp
10. Cash & carry me home
11. Garden path
12. Liiines

Zolin sagt: 8 von 10

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