Video der Woche: Grimes – Go


Vor wenigen Tagen kürte Pitchfork Oblivion von Grimes zu dem besten Track der letzten fünf Jahren. Seit der Veröffentlichung ihres Durchbruchsalbums Visions, auf dem der besagte Song zu finden ist, hat sich bei Grimes viel getan. Aus dem früheren Geheimtipp aus Kanada wurde eine angesagte Livestyleikone, die nun unter anderem mit Diplo und Skrillex rumhängt und Songs für Rihanna schreibt. Oder viel mehr schreiben sollte.

Go, den Song, den Grimes nämlich für Rihanna schrieb, wurde von eben dieser nicht verwertet. Naja, halb so schlimm, schließlich kann die Gute ja auch ganz gut selbst das Mikro in die Hand nehmen. Zum Song gibt’s nun auch ein ansehnliches Video, das laut eigener Aussage ihre Interpretation von Dantes Göttlicher Komödie sein soll. Bis auf den ersten, gesprochen Vers bleibt der Zusammenhang zwar schleierhaft, nichtsdestotrotz sieht das Video wirklich sehr fein aus und das ist schließlich auch was. Ein neues Grimes Album soll übrigens auch bereits produziert werden. Bleibt abzuwarten, wie es wohl klingen mag.

Review-Runde: DJ Kridlokk, Ariana Grande, Guts, Banks

Puh, die letzte Review-Runde liegt mittlerweile auch schon knapp drei Monate zurück. Da muss sich was tun. Das kann es jetzt auch, schließlich ist das Sommerloch bei neuen Veröffentlichungen von Ariana Grande und Banks wohl endlich überstanden. Zusätzlich gibt’s noch heiße HipHop Exporttipps aus Finnland (DJ Kridlokk) und Frankreich (Guts).

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Review: Kimbra – The Golden Echo

Kimbra - The Golden Echo

Im Pop gibt es tatsächlich noch eine undankbarere Rolle, als die des One Hit-Wonders. Die haben schließlich einen eigenen Track vorzuweisen, der es irgendwann mal geschafft hat, auch wenn die weitere Karriere dann nicht mehr so rosig verlief. Die Rede ist von den Künstlern, die bei einem Hit nur als Gast zu hören waren oder ganz im Hintergrund stehen. In der kürzeren Pop-Vergangenheit wurden verschiedene Wege gezeigt damit umzugehen. Im Falle von Ryan Lewis, bekannt als der Mann hinter den Reglern bei Macklemore, wird einfach konsequent mit seiner Unbekanntheit kokettiert. Kimbra dagegen, die 2011 auf Gotyes Überhit Somebody That I Used To Know gefeatured wurde, macht ganz simpel gute Alben, auch wenn sie hierzulande nicht unbedingt ein vergleichbar großes Publikum erreichen, wie ihr Song mit Gotye.

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Review: Spoon – They Want My Soul

Spoon - They Want My Soul

Es ist bereits einige Dekaden her, als die Krautrockband Can der dreiteiligen Durbridge-Krimiserie Das Messer mit ihrem Song Spoon die ideale Erkennungsmelodie spendierte. Nur ahnte zu diesem Zeitpunkt gewiss keiner, dass der Trackname auch über vierzig Jahre später noch in aller Munde sein würde. Anlass dafür gibt die US-amerikanische Indie-Rock-Band, die sich vor zwanzig Jahren als Hommage an die deutschen Krautrocker eben jenen Titel zum Bandnamen machte und ihm durch ihre musikalische Regsamkeit auch heute noch mit Nachdruck huldigt. Ein Geheimtipp sind Spoon aber schon lange nicht mehr und deshalb bedarf es an dieser Stelle wohl auch kaum einer ausführlichen Bekanntmachung. Fakt ist, dass sich die Texaner seit ihrem überaus feinen 2007er Album Ga Ga Ga Ga Ga gerne mal in amerikanischen TopTen Listen blicken ließen und mit dem Nachfolger Transference (2010) sogar auf Platz Vier landeten. Ein mehr als verdienter Triumph, der ihnen nun mit ihrem grandiosen achten Studioalbum They Want My Soul trotz vierjähriger Pause doch tatsächlich erneut gelungen ist.

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Video der Woche: Action Bronson – Easy Rider

Nach all den schwierigen Entscheidungen, welches Video denn nun das beste der Woche ist, lautet die Frage dieses Mal eher, wie kann man ein anderes Video als Action Bronsons Easy Rider zum Video der Woche küren? Das Video ist einfach mal in allen Belangen überlegen: Gitarrensolos, Motorräder und Barschlägereien. JEAH!

Von dem unfassbar krassen Song mal ganz zu schweigen. Der wurde mal wieder von Party Supplies produziert, die für Bronsolini ja auch für seine Blue Chips Mixtapes die Beat-Untermalung geliefert haben. Mhm, vielleicht haben wir hier tatsächlich schon den Beat-, Track- und das Video des Jahres. Falls nicht, wurde die Messlatte aber schon verdammt hoch gelegt.

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