Findling #8: Kindness, Objekt, Mr Twin Sister

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Neulich im Hause Zolin: Der Findling beklagt sich doch tatsächlich im nachhinein über die letzte Runde. Eine “durchwachsene Runde” befindet er. Wieso genau kann er letztendlich auch nicht beurteilen, doch eins ist klar: Die nächste Runde muss deutlich besser werden. Schließlich hat man auch als fiktive, alleinerziehende Figur einen gewissen Anspruch an sich selber. Daher gibt’s mit den neuen Singles vom Retro-Charmeur Kindness, dem abgedrehten Objekt und den nicht weniger abgedrehten Mr Twin Sister nur Hochkaräter in dieser Runde. Was tut man nicht alles für den Nachwuchs.

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Review: FKA twigs – LP1

FKA twigs - LP1

Vor drei Jahren noch belächelte die junge gelernte Tänzerin Tahliah Barnett den Wirbel um die Großtaten im zeitgenössischen R’n’B als sie in einer Reihe von Sketchen des britischen Senders BBC mitspielte, der sich Schlüsselfigur Beyoncé vorknöpfte. In allerlei banalen Alltagssituationen, wie der des Zähneputzens oder des Einkaufens, wurde Beyoncé auf Schritt und Tritt von den perfekt einstudierten, spiegelnden Choreographien ihrer Tänzerinnen verfolgt. Nun aber wird seit geraumer Zeit eben eine dieser Tänzerinnen, Tahliah Barnett selbst, von einem wachsenden Wirbel umgeben, der sie als souveräne, derzeitig vielleicht sogar für die Musikpresse unumgängliche Künstlerin im R’n‘B aushandelt. Ursprünglich gab sie sich dafür das Pseudonym twigs, englisch für Zweige, das sie noch aus Kindheitstagen mitbringt, da sie damals nämlich ihre Gelenke wie dünne Äste knacken ließ, doch beschwerte sich eine Künstlerin gleichen Namens, sodass Barnett ihrem Alias ein Formerly Known As – kurz FKA – vorsetzte. Unter diesem Namen, FKA twigs, veröffentlichte sie 2012 in Eigenregie ihre erste EP mit dem ausgesprochen pragmatischen Namen EP1 und im Folgejahr ihr zweites, formidables Kunststück, EP2, mit dem amerikanischen Produzenten Arca zusammen. Damit tischte sie der Musikwelt nicht nur eine sehr avantgardistische Sicht auf eine Reihe bislang unerforschter Qualitäten des R’n’Bs auf, sondern vermehrte ihn auch gekonnt mit Triphop- und Pop-Einflüssen, sodass man letztlich zu munkeln begann, die kleine 26-jährige FKA twigs als Richtungsweiser für die Zukunft betrachten zu dürfen.

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Videos der Woche: Robyn & Röyksopp/Paolo Nutini

Ästhetisch – sowohl klanglich als auch visuell – hat sich Robyn mittlerweile zur alleinigen Spitze des Pop Berges hochgearbeitet. Ihre gemeinsame EP Do It Again mit den Landesgenossen Röyksopp bildet hiervon keine Ausnahme. Nachdem bereits der Titeltrack der EP mit einem sehr guten Video ausgestattet wurde, produzierten sie auch ein besonders ansehnliches Video für den Opener der EP Monument. Pate für das Video haben laut eigener Aussage Sci Fi Comics aus den 70ern gestanden.

Paolo Nutini hingegen hat in den letzten Jahren eine wirklich erstaunliche und vielleicht sogar ein bisschen überraschende Entwicklung vorgenommen. Waren auf seinem Debüt noch leicht soulig angehauchte und größtenteils uninteressante Popummern in der Mehrheit, hat es auf sein aktuelles Album Caustic Love mit Iron Sky eine Ballade geschafft, die tatsächlich unter die Haut geht. Auch die Entscheidung, gerade diesen Song als Single zu veröffentlichen, zeugt von seiner neugewonnen musikalischen Reife. Besagter Song wurde nun mit einem atemberaubenden und brutal ehrlichen Video ausgestattet, der perfekt den Kreis zum Song schließt.

Review: Pallbearer – Foundations of Burden

Pallbearer - Foundations of Burden

Hört, hört, die Metal Welt hat einen neuen Kritiker-Darling! Pallbearer heißt die glückliche Doom Metal Band aus Arkansas. Ihr Glück haben sich die Amerikaner hart erarbeitet, zu erst mittels des Debüts Sorrow and Extinction, das vor zwei Jahren bereits großes Lob erntete. Anno 2014 setzt der Nachfolger Foundations of Burden den Triumphzug fort und bildet den vorläufigen Höhepunkt. Pallbearers zweites Album stellt in sämtlichen Kategorien eine Expansion des Erstlings dar, wobei die Band lobenswerterweise ihrer stilistischen Identität vollständig treu bleibt.

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Zolin Sagt 019: Cassiel – 14.08.2014

Podcast-019

Als ARES.Ona hat der Düsseldorfer mit amerikanischen Wurzeln schon für einige liebliche Klänge in Form von EPs gesorgt. Doch wo sich sein bisheriges Alter Ego in erster Linie Hip Hop annahm, schielt er mit seinem neuen Alias Cassiel wesentlich stärker auf den Dancefloor. Einen ersten Einblick in sein Schaffen gewährt er mit dem exklusiven Mix für Zolin sagt. In dem dazugehörigen Interview spricht er unter anderem darüber, was ihn zu dem Genrewechsel bewegt hat.

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Blog für Musik & Senf